Ammerland/Bad Zwischenahn - Die Arbeitslosenquote im Ammerland ist im Juli auf 4,2 Prozent (Juni: 4 Prozent) gestiegen – für die Arbeitsvermittler von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter des Landkreises Ammerland sind die Zahlen dennoch ein Grund zur Freude.
Kevin Schmidt, Leiter der Bad Zwischenahner Geschäftsstelle der Arbeitsagentur, und Ralf Geerdes, Leiter des Jobcenters, verweisen auf die Zahl des Vorjahres, da lag die Quote noch bei 4,4 Prozent.
Den Anstieg im Juli verursachten zum größten Teil Jugendliche, die die Schule abgeschlossen, ihre Ausbildung aber noch nicht begonnen haben – bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg die Zahl von 244 auf 355. Insgesamt waren im Juli 2733 Menschen arbeitslos gemeldet (Juni: 2609). Ausbildungsplätze gibt es noch reichlich – allerdings nicht in den am meisten nachgefragten Berufen im kaufmännischen Bereich oder bei den Banken. Das Handwerk sucht dagegen dringend noch Azubis. In vielen Betrieben besteht deshalb die Möglichkeit, auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres noch einzusteigen, in einigen Betrieben sogar noch im Oktober. „Es lohnt sich auch, einfach direkt in Betrieben nachzufragen, auch wenn keine Stellen ausgeschrieben sind“, sagt Hendrick Robbers vom Arbeitgeberservice des Jobcenters.
Nicht nur Ausbildungsplätze gibt es reichlich, generell seien über alle Branchen hinweg viele Stellen zu besetzen, ergänzte Wolfgang Meier vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um 122 auf 1016.
Wenig verändert hat sich die Zahl der Arbeitslosen Ausländer: Sie stieg im Vergleich zum Vormonat um fünf auf 470.
