AMMERLAND - Die Liste der landwirtschaftlichen Betriebe, die möglicherweise Dioxin verseuchtes Futter verarbeitet haben, wird immer länger. Jetzt hat sich auch die Zahl der gesperrten Höfe im Ammerland weiter erhöht. Wie das Veterinäramt des Landkreises bekannt gab, haben nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand sechs Schweinemastbetriebe Futtermittellieferungen erhalten, die mit Dioxin belastet sein könnten. Wie der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Frank Meyer, erläuterte, habe man sofort reagiert und die Höfe gesperrt. Die betroffenen Betriebe dürfen derzeit keine Tiere zur Schlachtung abgeben. Sie müssen im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrolle ihre Bestände beproben und nachweisen, dass das Fleisch unbedenklich ist. Die erforderliche Schlachterlaubnis wird vom Veterinäramt nur erteilt, wenn durch Untersuchungen in akkreditierten Labors die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen wird, erläuterte der Amtstierarzt das Verfahren. Sollten die Proben unbedenklich sein, werde die Sperre wieder aufgehoben. Mit ersten Ergebnisse rechne der Landkreis vielleicht schon Anfang kommender Woche. Entwarnung konnte das Veterinäramt bei dem Geflügelhöfen geben. Kein Ammerländer Betrieb steht zurzeit auf der schwarzen Liste.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
