AMMERLAND - Keine Pause kennen die Vereinsmitglieder von der Museumseisenbahn Ammerland-Saterland. Rund ums Jahr holen sie regelmäßig den Schienenbus oder den „Barßeler Jan“ mit zwei „Donnerbüchsen“ aus dem Schuppen, um mit den nostalgischen Zügen Ausflüge zu unternehmen. Dieses Angebot wird von zahlreichen Touristen und Einheimischen gerne genutzt. Rund zehn Lokführer und viele weitere Helfer kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf des Programms.

Im ersten Quartal des neuen Jahres stehen Kohlfahrten im Fahrplan. „Dieses Angebot wird besonders gerne von Familien, Betrieben, Vereinen oder anderen Gruppen gebucht. Vereinzelt fahren aber auch Ehepaare mit“, erzählt Vorstandsmitglied Hermann-Josef Herzog. Nach einem Kaffeetrinken in der Scharreler Mühle wartet auf die Mitreisenden im Gasthof direkt an der Bahnstation Carolinenhof ein zünftiges Kohlessen. Je nach Jahreszeit werden in den nächsten Monaten außerdem Spargel, Wild oder Gans serviert. Selbst der Nikolaus zählt im Dezember zu den Fahrgästen auf der Strecke.

Ein Dauerbrenner sind die Fahrten ins Moor. Sie werden vorwiegend im Sommer und im frühen Herbst angeboten. Dann steigen die Mitreisenden in eine Lorenbahn um und unternehmen einen informativen Ausflug in das Moorgebiet der Esterweger Dose.

Die rund 160 Mitglieder im Verein verbindet die Freude an historischen Eisenbahnen. Und so ist es für alle aktiven Helfer selbstverständlich, ehrenamtlich mitanzupacken, wenn Arbeit anfällt. „Wir bekommen zwar öffentliche Zuschüsse, aber der Diesel, die Versicherungen, die technischen Überprüfungen und auch die Streckengebühren sind teuer. Ohne ehrenamtliche Mitarbeit könnten wir uns den Betrieb unserer Museumseisenbahn gar nicht leisten“, sagt Herzog.

Sehr bedauert habe der Verein die Aufgabe der Strecke nach Westerstede. Umso erfreulicher sei es, dass seit dem vorigen Jahr nun regelmäßig Bad Zwischenahn angefahren würde. „Dadurch haben wir neue Gäste hinzugewonnen. Das ist für uns ein großer Erfolg“, sagt Herzog.