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Bilanz Volksbank zahlt sechs Prozent Dividende

Ammerland/Oldenburg - In einem herausfordernden Umfeld hat sich die Volksbank Oldenburg, die im Ammerland Filialen in Apen, Augustfehn, Edewecht und Friedrichsfehn hat, bestens gehalten. Das spiegelt sich unter anderem in der Ankündigung einer erneuten Dividende von 6 Prozent wider. Vorstand Mathias Osterhues, der die Volksbank gemeinsam mit Reinhard Nannemann führt, sagte bei der Vertreterversammlung in der Weser-Ems-Halle: „Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase der EZB, der ausufernden Regulatorik und der grundlegenden Umbrüche im gesamten Bankensektor“ sei es gelungen, für gute Ergebnisse zu sorgen.“

Osterhues: „Trotz dieses Drucks ist es gelungen, in den vergangenen Jahren unser Zinsergebnis auf vergleichsweise hohem Niveau zu halten.“ Das habe im Wesentlichen zwei Gründe: „Einerseits fokussieren wir uns seit Jahren auf unser eigenes Kreditgeschäft mit unseren Mitgliedern und Kunden, was zu ,gesunden’ Bilanzstrukturen und einer nachhaltigen Ertragsstärke führt. Andererseits übernehmen wir die Fristen-Transformation.“

Denn vor dem Hintergrund der aktuellen Zinssituation bevorzugten Mitglieder und Kunden im Kreditbereich längerfristige Zinsbindungen und unterhielten im Einlagenbereich sehr hohe Liquiditätsbestände. Osterhues: „Wir übernehmen durch die Fristentransformation das Zinsänderungsrisiko.“

Die Übernahme dieses Zinsänderungsrisikos sei typische Aufgabe von Kreditinstituten und liefere einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Zinsergebnis. „Im Ergebnis konnten wir damit in den letzten Jahren vergleichsweise gute Zinsergebnisse erwirtschaften. Auch unsere Planungsrechnungen weisen für die nächsten Jahren vergleichsweise hohe Ergebnisbeiträge aus“, äußerte sich der Vorstand auch für die Zukunft optimistisch.

Ertragslage

Der Zinsüberschuss der Volksbank Oldenburg ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht von 16,7 Mio. € auf 16,4 Mio. € gesunken – was vor allem dem Druck aus der anhaltenden Niedrigzinsphase geschuldet ist, so der Vorstand. Die rückläufige Zinsmarge sei aber teilweise durch ein Wachstum im Kundenkreditgeschäft kompensiert worden. Hinzu kämen Umschichtungen im Bereich der bankeigenen Anlagen, die das Zinsergebnis verbessert hätten. Entscheidend für die hohe Stabilität sei aber der Fokus aufs Kundenkreditgeschäft.


Das Provisionsergebnis (Erträge aus Zahlungsverkehr, Wertpapierdienstleistungsgeschäft und sonstigem Vermittlungsgeschäft) liegt mit 6,1 Mio. € erneut deutlich über dem Vorjahreswert von 5,8 Mio. Euro – bei stabil hohen Erträgen aus dem Zahlungsverkehr, leicht gesunkenen Erträgen aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft und gewachsenen Erträgen in der Kreditvermittlung.

Die Personalaufwendungen wurden von 9,3 € auf 9,1 Mio. € reduziert.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt auf Vorjahresniveau von 8,0 Mio. Euro – was unter Berücksichtigung der allgemeinen Rahmenbedingungen „ein gutes Ergebnis ist“, so Osterhues.

Das weiterhin vergleichsweise niedrige Bewertungsergebnis sei wesentlich durch eine Umwidmung der Eigenmittel in Höhe von 5 Mio. € geprägt. Außerdem wurden versteuerte Reserven beim bankeigenen Wertpapierbestand in Höhe von 2,3 Mio. € vorgenommen. Dies steht im Zusammenhang mit einer nötigen Neugestaltung der Hauptstelle – vor allem wegen gesetzlicher Anforderungen in Brandschutz und Klimatechnik sowie des Erhalts der Substanz des Gebäudes. Unter anderem soll – mit Droste, Droste und Urban – ein neuer, heller Eingangsbereich geschaffen werden. Die Umbauzeit wird mindestens 18 Monate in Anspruch nehmen. Die Investition wird auf 15 Mio. veranschlagt, wovon zwei Drittel auf Brandschutz und Klimatechnik entfallen.

Personalien

Einstimmig wiedergewählt wurden für den Aufsichtsrat: Birgit Hahm, Jörg Fasting, Manfred Gerken und Günter Neehus.

Mit deutlicher Mehrheit wurde eine Reduzierung der Aufsichtsratsmitglieder ab 2020 auf neun Mitglieder gestimmt. Diese Entscheidung fiel auch vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Kater (69) und die stv. Aufsichtsratsvorsitzenden Ewald Drebing (67) und Wolf-Dieter Weber (69) im nächsten Jahr ausscheiden werden.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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