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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Handel: Ohne Frachtraum keine Rosen

08.05.2020

Amsterdam /Nairobi Das große Tulpensterben ist vorbei. Seit in den Supermärkten Klopapier und Nudeln nicht mehr ganz so gefragt sind wie noch vor einigen Wochen, haben die Mitarbeiter dort wieder Zeit, auch die Blumenständer zu bestücken. „Ich denke nicht, dass irgendjemand zum Muttertag auf irgendeine Pflanze verzichten muss“, sagt eine Sprecherin des Verbands des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels. Doch entspannt hat sich die Lage noch längst nicht.

Noch vor wenigen Wochen gab es Müllberge aus Tulpen, der Absatz war in der Corona-Krise eingebrochen. „Die Blumen wurden geerntet und zerstört“, sagt Clement Tulezi, Chef des Kenya Flower Councils, in dem nach eigenen Angaben 135 der rund 170 kenianischen Blumenproduzenten vertreten sind.

Nach den Niederlanden ist Kenia der zweitgrößte Blumenproduzent für Europa. Saisonarbeiter wurden entlassen, gut ein Drittel der rund 150 000 Angestellten in bezahlten oder unbezahlten Urlaub geschickt. Am Tiefpunkt Mitte März lag die Nachfrage bei 20 Prozent des normalen Stands, sagt Tulezi.

Auch in den Auktionshallen der Royal Flora Holland im niederländischen Aalsmeer, einem der größten Handelsplätze für Blumen überhaupt, bestand der Alltag noch vor einigen Wochen darin, ungewollte Blumen zu vernichten. Nun stellt Sprecher Michel van Schie erleichtert fest: „Die Nachfrage nimmt zu, und auch der Export zieht an. Muttertag spielt dabei eine wichtige Rolle.“ Muttertag, das ist für Blumenhändler wie Ostern für die Hersteller von Schokohasen. Zu keinem anderen Anlass im Jahr werden mehr Blumen verkauft, da ist sich die Branche ziemlich einig.

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Doch wie schon Ostern fällt auch der Muttertag in diesem Jahr in eine außergewöhnliche Zeit. In den Niederlanden sorgte die Pandemie schon in den vergangenen Wochen für einen Boom im Online-Verkauf. „Was da ist, wird auch gekauft“, berichtet Claudia Brück, Vorstand von Transfair Deutschland. Sie hat insbesondere den Markt der fair gehandelten Rosen im Blick, der in Deutschland rund ein Viertel ausmacht.

Doch längst nicht alle Blumen, die in den Läden sein sollten, sind auch angekommen. „Zum Muttertag sind alle Anstrengungen da, dass die Logistikprobleme gelöst werden“, so Brück. So versuchten die Importeure und Händler etwa auf Flüge auszuweichen, die Hilfsgüter nach Ostafrika transportieren und auf dem Rückweg möglicherweise Blumen transportieren könnten. Als „Ultima Ratio“ erwäge man sogar, Flüge allein für den Blumenhandel zu chartern.

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