Amsterdam - Der in Bilanzproblemen steckende und schwer angeschlagene Möbelkonzern Steinhoff will seine Schulden weiter bedienen. Die Gruppe sehe sich gegenwärtig in der Lage, fällige Zinsen auf ihre Schulden zu bezahlen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Steinhoff bemüht sich derzeit nach eigenen Angaben, für das wichtige europäische Geschäft, eine Zwischenfinanzierung von 200 Millionen Euro zu erhalten. Es werde eine erste Zahlung von 60 Millionen Euro bis Ende der Woche erwartet, hieß es.

Derweil dreht sich das Personalkarussell weiter: Jayendra Naidoo zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat zurück, um sich auf seine Aufgaben im Führungsgremium der börsennotierten Afrika-Tochter Star zu konzentrieren. Über einen Nachfolger werde zu gegebener Zeit entschieden, teilte der Konzern mit Führung in Südafrika und juristischem Sitz in Amsterdam mit. Der Posten soll mit einem unabhängigen Mitglied besetzt werden.

Die Liste der Personalwechsel wird dabei immer länger. Zu Jahresanfang tauschte der Ikea-Rivale seinen Finanzchef Ben la Grange gegen Philip Dieperink aus. Zuvor musste bereits Chef Markus Jooste gehen. Der Geschäftsmann und Hauptaktionär Christo Wiese schied aus dem Aufsichtsrat aus, den er führte. Neue Chefin des Gremiums ist die gelernte Investmentbankerin Heather Sonn.