Der Bezirksvorsteher von Heide II lebt seit Jahrzehnten auf dem Hof Egbers. 1999 übernahm Holger Egbers das Amt von seinem Schwiegervater Fritz, der sich 30 Jahre lang um den Kontakt zwischen Bürgern und Gemeinde gekümmert hatte.
Als Bürgermeister Sprung seinen Schwiegervater verabschiedet habe, so erinnert sich Holger Egbers, habe er ihn direkt gefragt, ob er den Posten nicht übernehmen wolle. „Es sprach nichts dagegen“, erklärt der 45-Jährige seine spontane Zusage. „Ich habe im Laden ohnehin mit vielen Leuten zu tun.“
Gemeinsam mit seiner Frau Birgit führt Egbers einen Hofladen, in dem die Familie Enten-, Hühner- und Gänsefleisch aus dem eigenen Betrieb verkauft. Auch Frühkartoffeln, Brot und Marmelade produziert der Familienbetrieb selbst. Einige Waren tauscht Egbers mit anderen Direktvermarktern aus, so dass das Angebot über die eigenen Erzeugnisse hinausgeht. Noch bis 1998 waren auf dem Hof Milchkühe und Bullen zuhause. „Ein Betrieb dieser Größenordnung rentierte sich nicht mehr. Deshalb haben wir auf Geflügel umgestellt“, erzählt Egbers. 1999 eröffnete die Familie den Hofladen und hat ihre Entscheidung seither nicht bereut, wie Holger Egbers versichert. „Allerdings können wir inzwischen nicht mehr spontan wegfahren. Es muss ja immer jemand im Laden sein.“
Während sich Egbers überwiegend um Hof und Tiere kümmert, teilt sich seine Frau die Arbeit im Hofladen mit ihrer Mutter und den beiden Kindern – 19 und 17 Jahre alt. „Es geht nur, wenn alle mitmachen. Jeder kann für jeden einspringen“, beschreibt der Heider Landwirt das „Erfolgsrezept“ des Familienunternehmens.
Auch seine Freizeit verbringt Egbers umgeben von Tieren. Er züchtet Brieftauben, mit denen er an Wettbewerben teilnimmt. Und seit drei Monaten lebt „Chester“, ein Schweizer Sennenhund, auf dem Hof. Mit ihm besucht Egbers jede Woche die Hundeschule. kas
Holger Egbers
Bezirksvorsteher
