• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

NordLB-Rettung nimmt Fahrt auf

28.02.2019

Hannover (dpa) - Das Rettungsmodell für die Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) geht in die Endabstimmung.

Am Dienstag werden sich die Landesregierungen von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen als Anteilseigner des Geldhauses bei einer gemeinsamen Sitzung in der Hansestadt Gardelegen über das künftige Geschäftsmodell der Bank abstimmen. Das Treffen auf dem Gut Zichtau gab die Staatskanzlei in Hannover bekannt.

An der 3,5 Milliarden Euro teuren Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) beteiligen sich Niedersachsens 42 Sparkassen insgesamt mit rund 320 Millionen Euro.

Das teilte der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) als Großaktionär der Bank bei der Vorlage seiner Geschäftsergebnisse in Hannover mit. Die Anteilseigner hätten die Beteiligung am Dienstag einstimmig beschlossen, erklärte Verbandschef Thomas Mang. Keine Sparkasse würde dadurch in "existenzielle Schwierigkeiten" geraten. Seit 2012 hätten die Sparkassen ihre Beteiligung an der Bank bereits von 1,2 Milliarden Euro auf einen symbolischen Euro abgeschrieben.

Die NordLB müsse deutlich schlanker werden, forderte Mang - er geht von einer Halbierung des Geldinstituts aus. Die heute knapp 6000 Arbeitsplätze wären in Zukunft nicht mehr haltbar. Einige davon würden durch Veräußerung von Unternehmensteilen eh künftig nicht mehr zur NordLB gehören. Als denkbar nannte er dabei etwa die Deutsche Hypothekenbank. In der kommenden Woche soll der Geschäftsplan für die neu aufgestellte Bank der Bankenaufsicht vorgelegt werden. "Wir sind in einem total engen Zeitplan", sagte Mang. Es könne zudem noch zu kleineren Anpassungen kommen. Denkbar sei dabei auch die Übertragung von Teilfunktionen an andere Landesbanken.

Zur Rettung tragen die Eigentümerländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt demnach rund 2,4 Milliarden Euro bei, von den Sparkassen und Landesbanken kämen gut 1,1 Milliarden Euro. Zur geplanten "Redimensionierung" der Bank zählt Mang auch eine bis 2022 anvisierte Loslösung der Braunschweigischen Landessparkasse, die bisher integraler Bestandteil der NordLB ist. Zudem solle die NordLB ihre faulen Schiffskredite abstoßen - die Loslösung eines zweiten Portfolios stehe in den nächsten Tagen zur Entscheidung an.

Die Bank erhalte künftig sieben statt wie bisher fünf Träger. Größter NordLB-Aktionär ist bisher Niedersachsen (rund 59 Prozent Anteile), Sachsen-Anhalt (5,6 Prozent), die Sparkassen aus Niedersachsen (26,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (5,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent). Künftig kommen die Sicherungsreserve der Landesbanken und der Sparkassen-Stützungsfonds ("Delta" und "Gamma") hinzu, die sich mit jeweils 400 Millionen Euro am Auffangmodell beteiligen. Derzeit arbeite man noch am künftigen Geschäftsmodell für die NordLB und den nötigen Genehmigungen. Vor der abgeschlossenen Prüfung durch die EU-Kommission werde jedoch kein Geld fließen, betonte Mang.

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen beteiligen sich an der Rettung der NordLB mit 37,7 Millionen Euro, sagte in Frankfurt der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke. Weitere 60 Millionen bringe die Landesbank Helaba auf. Er steht der Idee einer Sparkassenzentralbank offen gegenüber. "Wir würden uns damit konstruktiv auseinandersetzen", sagte Grandke am Donnerstag. Ein solches Zentralinstitut hätte insgesamt ein geringeres Risiko als die einzelnen Landesbanken. Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg, Rainer Neske, sieht derzeit dagegen keinen weiteren Bedarf für Landesbanken-Fusionen. Derzeit gibt es noch fünf Landesbanken.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.