Leer - Im Zinsskandal bei der Postbank in Leer hat die Auricher Staatsanwaltschaft den ehemaligen Leiter der Leeraner Filiale wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Untreue angeklagt. Das teilte Sprecherin Dr. Anja Paulke jetzt der „Ostfriesen-Zeitung“ mit.
Der 45-Jährige soll in 29 Fällen insgesamt rund 11,3 Millionen Euro von Konten „etwa einer Handvoll“ Anleger genommen haben, um damit anderen Kunden jahrelang „Bonuszinsen“ gewähren zu können. Der Mann habe die Tagen inzwischen gestanden und sei „kooperativ“, sagte Paulke.
Wie berichtet, soll der Beschuldigte rund 300 Kunden der Leeraner Filiale für Einlagen auf deren Spar- und Girokonten neben den regulären Zinsen auch Sonderkonditionen überwiesen haben. Zum Teil ging es um Zinssätze von bis zu sechs Prozent. Die Postbank will davon lange nichts mitbekommen haben.
