Harpstedt - Die planerische Bezeichnung „Gewerbegebiet am Brillweg“ hatte offenbar manchen Bürger ein größeres Vorhaben erwarten lassen, und so drängten am Donnerstagabend gut 20 Zuhörer in die Sitzung des Ippener Gemeinderats, der sich im Gasthaus Wülfers mit dem Aufstellungsbeschluss für ei-nen Bebauungsplan am Brillweg befasste. Planer Michael Meier (NWP) machte jedoch klar, dass es lediglich um eine Gewerbefläche zur Sicherung und Weiterentwicklung eines ansässigen Betriebs („nur dieses Betriebs“) gehe: Im Plangebiet südlich der Autobahn – bisher landwirtschaftliche Fläche – soll auf etwa 5000 Quadratmetern der Bau einer zehn mal 16 Meter großen Halle ermöglicht werden, ferner eventuell Bürogebäude, Betriebsleiterwohnung sowie eine Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung. Der ansässige Baumaschinenverleih Barkhoff plant hier aktuell eine Maschinenhalle, um vor Ort auch Wartung und Reparatur anbieten zu können, wie Thies Barkhoff bestätigte.

Die Zufahrt ist über den Brillweg und einen vorhandenen Weg vorgesehen. Mit einbezogen in die Planung würde ein Lärmschutzwall als Sicht- bzw. Immissionsschutz auch im Gewerbegebiet durch die nahe gelegene Autobahn.

Der Gemeinderat konnte sich mit den Plänen für eine gewerbliche Entwicklung grundsätzlich anfreunden und stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 17 einvernehmlich zu. Mit dem Antragsteller soll ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden, um etwa die Übernahme der Planungskosten zu regeln. Ergänzend wird die Samtgemeinde gebeten, parallel die Änderung des Flächennutzungsplanes anzugehen, in dem das Areal als landwirtschaftliche Fläche dargestellt ist. Wenn Ortsansässige im Außenbereich etwas planten, „wo’s nicht stört“, solle ihnen die Chance gegeben werden, sich zu entwickeln, meinte etwa stellvertretender Bürgermeister Heinrich Ehlers.