Wiesbaden - Pendler und Reisende in Deutschland haben Bus und Bahn im vergangenen Jahr so häufig genutzt wie nie zuvor. Fast 11,4 Milliarden Mal fuhren sie mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln – ein Rekordwert und ein Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Durchschnittlich beförderten Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen, Stadtbahnen sowie die Eisenbahn pro Tag 31 Millionen Fahrgäste im Linienverkehr.
Die stärkere Nutzung führte die Wiesbadener Behörde auch auf die gestiegene Zahl von Erwerbstätigen, Schülern und Studenten zurück. Die Zahl der Pendler hatte zuletzt einen Rekordwert erreicht. Danach pendelten 2015 bundesweit 60 Prozent aller Arbeitnehmer zum Job in eine andere Gemeinde – im Jahr 2000 waren es erst 53 Prozent.
Bestwerte gab es vergangenes Jahr sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Im Nahverkehr beförderten die Unternehmen mehr als 11,2 Milliarden Menschen (plus 1,4 Prozent). Am meisten genutzt wurden Omnibusse. Die stärksten Zuwächse gab es hingegen bei Straßen-, Stadt- und U-Bahnen sowie bei Eisenbahnen und S-Bahnen (jeweils plus 2,2 Prozent).
Im Fernverkehr auf der Schiene gab es ein Plus von 5,3 Prozent auf 138 Millionen Reisende. Den kräftigen Anstieg führten die Statistiker auch auf Streckenerweiterungen und Sonderticketaktionen zurück. Der Fernbus-Boom schwächte sich ab. Die Zahl der Fahrgäste stieg vergleichsweise moderat um 4,3 Prozent auf 24 Millionen.
