Bösel - Einige Veränderungen haben sich bei der Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes auf der Friesoyther Straße/Am Pool/Eschstraße ergeben: So soll das Metall, aus dem die beiden lebensgroßen Figuren mit Spaten in den Händen geformt werden sollen, nicht rosten, sondern blank bleiben. Allerdings müsse die Blendwirkung berücksichtigt werden, sagte Bürgermeister Herrmann Block in der jüngsten Ratssitzung.
Im Kreisverkehr sollen weitere Elemente wie Ziegeln oder Torfkarren aufgestellt werden. Zudem soll der Kreisverkehr – wie berichtet – mit Blumen in den Böseler Farben gestaltet werden. Die Stelen sollen auf einem Steinsockel stehen. Die Mitglieder des Gemeinderats stimmten dem Vorschlag, den der Arbeitsausschuss für die Dorferneuerung erarbeitet hatte, einhellig zu.
Erfreulich ist, dass es Dorferneuerungsmittel vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung gibt: 10 000 Euro. Die Kosten für die Gestaltung belaufen sich auf rund 20 000 Euro. Nicht inbegriffen sind Fahnenmasten, die im Kreisel wohl nicht genehmigt worden wären. Die möchte Bürgermeister Block aber nicht aus den Augen verlieren und sie möglicherweise später am Straßenrand im Eingangsbereich zur Ortschaft aufstellen.
Als erste Gemeinde hat der Rat der Auflösung der Energienetze Nordwest GmbH (ENW) zugestimmt. Die ENW war gegründet worden, um möglicherweise die Konzessionen für Strom und Gas von der EWE Netz im Landkreis zu übernehmen (die NWZ berichtete). Im September vergangenen Jahres hatte der Rat aber einen neuen Wegenutzungsvertrag für Gas und Strom mit der EWE Netz abgeschlossen – ebenso wie die übrigen Kommunen im Landkreis. Damit fiel der Unternehmensgegenstand der ENW weg, die GmbH soll „kostenschonend abgewickelt“ werden, wie es heißt. Die Gesellschaft soll – die Zustimmung der Kommunalaufsicht und der übrigen Kommunen vorausgesetzt – an die EWE AG übertragen werden.
Der aktuelle Substanzwert der ENW beträgt 1258 Euro – gleichzeitig der Kaufpreis für die EWE AG. Die Gemeinde Bösel verkauft ihren Anteil für 62,78 Euro, dem Restwert des Böseler Anteils, an die EWE.
Auch die Gesellschafterversammlung der Energienetze Nordwest hatte dazu bereits am Tag nach der Ratssitzung getagt.
