Strücklingen/Idafehn - „Die Entwicklung der Raiffeisenbank Strücklingen-Idafehn ist im Geschäftsjahr 2013 wieder ganz ordentlich gelaufen – liegen wir doch annähernd im allgemeinen Trend der Genossenschaftsbanken in Deutschland und ganz besonders in Weser-Ems,“ sagte Vorstandsmitglied Bernd Andrees bei der Generalversammlung im Saal Meinders in Idafehn. Die Bank gewann Marktanteile hinzu. So war die Bilanzsumme von einer soliden Wachstumsrate geprägt.
Um ein Prozent erhöht
Sie stieg um 3,5 Millionen auf 127 Millionen Euro (2,8 Prozent Wachstum). Von 2009 bis Ende 2013 stieg sie um fast 20 Prozent. 2013 konnte die Bank 187 Mitglieder aufnehmen; 107 schieden aus. Ende des Jahres gab es 8938 Kunden. Die Zahl der Konten wurde leicht auf 16 078 erhöht. Ende 2013 gab es 4285 Mitglieder. Das Kreditgeschäft verlief – auf den ersten Blick betrachtet – recht zurückhaltend. „Mit der Entwicklung müssten wir unzufrieden sein, gäbe es nicht eine nachvollziehbare Erklärung“, so Andrees. Die Kreditnehmer im privaten Bereich würden immer mehr langfristige Zinsbindungen nachfragen. Zwar versuche man, aus eigenem Haus die Mittel zur Verfügung zu stellen, doch würde man dabei gegen Grenzen stoßen, sagte Andrees. „Wir vermitteln dann die Kredite an unsere Verbundpartner und so sind rund 4,7 Millionen Euro Kreditvolumen nicht in unseren Büchern gelandet.“ Die Kredite erhöhten sich um 730 000 Euro (ein Prozent) auf rund 82 Millionen Euro.
Der Zuwachs der Einlagen betrug fünf Millionen Euro. Die Ertragslage war durch einen gestiegenen Zinsüberschuss, einen gesunkenen Provisionsüberschuss sowie gestiegene Verwaltungsaufwendungen gekennzeichnet. Das betriebswirtschaftlich außerordentliche Ergebnis ist von außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umbaumaßnahme der Hauptstelle in Idafehn geprägt. Die Ertragslage war voll zufriedenstellend. Die Aufwands-/Ertragsrelation hat sich auf rund 69 Prozent um ein Prozent verschlechtert.
Gute Fahrt aufgenommen
Der Zinsüberschuss erhöhte sich um rund 102 000 Euro auf 3,6 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis (838 000 Euro) fiel um 76 000 Euro geringer aus als im Vorjahr. Es blieb ein Jahresüberschuss von 156 000 Euro. Zur Stärkung des Eigenkapitals wurden 63 000 Euro vorweg den Rücklagen zugeführt. Das wirtschaftliche Eigenkapital konnte von elf Millionen auf 11,090 Millionen Euro gestärkt werden. Eine Dividende in Höhe von 5,5 Prozent (91 430,38 Euro) soll auf die Geschäftsguthaben gezahlt werden.
Ausblickend auf 2014 sagte Andrees, dass das Kreditgeschäft in den ersten neun Monaten gute Fahrt aufgenommen habe. Bei den Einlagen hätten gute Zuwachsraten erzielt werden können. Insgesamt zeichne sich bei gestiegenen Kosten ein leicht eingetrübtes Betriebsergebnis vor Bewertung der Kredit- und Wertpapierrisiken für 2014 ab.
Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurde Gerd Laing wiedergewählt. Einstimmig wurde eine Anpassung der Höchstkreditgrenze zur Umsetzung neuer EU-Regulierungsvorschriften beschlossen. Für 50-jährige Treue wurden Gerhard Santjer, Johann Hoppmann, Rudolf Kerker, Rudi Hampel, Werner Seemann, Alfred Bunger, Johann Olling, Wilhelm Spieker, Friedrich Thoben, Klaus Denkmann, Hinrichs Garrels, Heinz Peper, Clemens Wallschlag und Egon Lüpkes geehrt.
