Papenburg/Hümmling - Es war bei einer Buchvorstellung im vergangenen Dezember in Papenburg (Landkreis Emsland). In einem Krimi wurde die Massentierhaltung kritisch dargestellt. Landwirte diskutierten mit Gegnern der Massentierhaltung. Ein Wort gab das andere – auf einmal stand eine Wette im Raum: Der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Hümmling, Bernd Terhalle, wettete mit dem Sprecher der Anwohnerinitiative Nordhümmling, Hermann Josef Schomakers, dass Landwirte nicht häufiger mit den multiresistenten Krankenhauskeimen MRSA infiziert seien als andere Menschen. MRSA steht für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus – das sind Keime, bei denen im Fall einer Erkrankung viele Antibiotika nicht mehr anschlagen.
Die Debatte habe Terhalle geärgert, weil nicht zwischen den Krankenhauskeimen HA-MRSA und den in den Tierbeständen häufig anzutreffenden Keimen LA-MRSA differenziert worden sei. Ende Mai wurden bei der Generalversammlung der Genossenschaft Proben von den Nasenschleimhäuten von 355 Teilnehmern genommen. Die Ergebnisse sollen diesen Mittwoch vorliegen. Der Wetteinsatz von 500 Euro soll an eine gemeinnützige Organisation gehen. „Wir wollen, dass differenziert über das Thema berichtet wird“, sagt Terhalle.
