Mariensiel - Dicke Luft in Mariensiel: Die Einwohner fühlen sich zunehmend durch den zunehmenden Lärm der Hubschrauber belästigt. Vom Gelände der Wiking-Helikopter-Services dringe Lärm in den Ort, der so nicht mehr hinzunehmen sei, erklärten Anwohner jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Mariensiel.
Es seien bereits Versuche unternommen worden, der Lärmbelastung entgegenzuwirken, so habe es unter anderem Beschwerden bei der Luftaufsicht in Oldenburg gegeben. Leider habe das aber keinen dauerhaften Erfolg gehabt.
Die Bürger berichteten von ständigen Probeflügen, Triebwerks-Probeläufen und anderen Lärmquellen, die an den Nerven zerrten. Sogar nachts gebe es mitunter keine Ruhe. Der Vorsitzende des Vereins, Anton Martsfeld, will jetzt mit einigen Vertretern des Vereins der Firma Wiking einen persönlichen Besuch abstatten.
So soll versucht werden, eine Sensibilisierung für die Belange der Bevölkerung zu erreichen. Man sei nicht mehr gewillt, diese Beeinträchtigungen der Lebensqualität weiterhin hinzunehmen, sagte Martsfeld.
Der Vorsitzende berichtete weiterhin über zahlreiche Veranstaltungen des Vereins, wie ein gemeinsames Spargelessen, Grünkohlessen, das Aufstellen des Maibaums und anderes. Die Veranstaltungen seien gut angekommen. Großen Erfolg hatte auch ein Café, das zur Gemeindekirchenratswahl und zur Landtagswahl in der Bürgerbegegnungsstätte eingerichtet worden war.
Im Bürgerverein Mariensiel sind derzeit 111 Einzel- und Familienmitgliedschaften registriert. An der Jahreshauptversammlung nahmen 45 Personen teil. Als nächste Veranstaltung kündigte Martsfeld den Ostersonnabend an – ohne Osterfeuer, dafür aber mit gemütlichem Abend am Siel.
Bei den Wahlen wurde Martsfeld als Vorsitzender bestätigt. Adda Wiegmann bleibt zweite Vorsitzende, die Kasse führt Michael Bayer, Manuela Mohr bleibt Schriftführerin. Sandra Martsfeld und Dieter Wiegmann schieden als Beisitzer aus, Marion Wichmann und Claus Janssen haben diese Position inne.
