APEN - „In diesem Jahr wird eine zweite Krippe dringend nötig.“ Diese Aussage trifft Margit zur Brügge, Leiterin des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Apen, nach dem Ablauf der Anmeldefrist für das neue Kindergartenjahr 2010/2011.
„Krippenplätze werden steigend angefragt“, berichtet sie von ihren Erfahrungen. Als Trend lasse sich erkennen, dass die Kinder, die angemeldet werden, immer jünger seien. „Sie sind noch nicht drei Jahre alt und werden schon für den Kindergarten angemeldet.“
Konkrete Anmeldezahlen nannte Margit zur Brügge zwar noch nicht, sie gehe aber davon aus, dass ihr Kindergarten „ganz ausgelastet“ sein werde. Ab dem Sommer werde es vier Vormittagsgruppen, eine Nachmittagsgruppe sowie eine Kinderkrippe geben.
Von einer „guten Belegung“ spricht auch Jutta Jonen, Leiterin des Kindergartens „Die Brücke“ in Augustfehn I. Wünsche nach Krippenplätzen gebe es „vermehrt“, berichtet sie. Ebenfalls nachgefragt werde das Ganztagsangebot.
Ausgelastet sei zurzeit der Kindergarten „Das Nest“ in Augustfehn II. „Wir gehen davon aus, dass das so bleibt“, sagt Leiterin Tanja Tetzlaff. Anfragen nach Krippenplätzen gebe es gelegentlich, aber nicht in auffälligem Maße.
Erfahrungsgemäß ruhiger geht es in den kleineren Kindergärten in der Gemeinde zu. „Bei uns gab es zwei Neuanmeldungen“, berichtet Anke Blase-Scheschner vom Kindergarten „Arche Noah“ in Nordloh. Allerdings seien auch zwischendurch immer wieder Kinder aufgenommen worden, die das dritte Lebensjahr vollendeten.
„Zuletzt haben wir im Januar Zuwachs bekommen, und auch für Februar und März gibt es Anmeldungen“, sagt Anke Blase-Scheschner. Dass auch außerhalb des Kindergartenjahres Kinder aufgenommen werden können, liege daran, dass die Gruppe nicht ausgebucht war.
Auch Anfragen nach Krippenplätzen habe es gegeben, die Eltern habe sie an den Kindergarten Apen verwiesen. Häufiger seien zudem Anfragen nach Ganztagsplätzen aufgelaufen.
„Wir haben nur wenige Anmeldungen“, berichtet auch Annegret Rosenau vom Kindergarten „Pusteblume“ in Godensholt und verweist darauf, dass es in ihrem Einzugsbereich keine Neubaugebiete gebe. „Zurzeit liegen mir vier Anmeldungen vor“, sagt sie. Gegenwärtig sei die Gruppe nicht voll belegt, allerdings gebe es auch hier zwischendurch immer wieder Zuwachs. „Wir sind mit 16 Kindern in das Kindergartenjahr gestartet, jetzt sind wir 18.“ Platz gebe es in der Regelgruppe für 25 Kinder.
Nachfragen nach Krippenplätzen habe es indes keine gegeben. „Die Leute wissen wohl, an wen sie sich wenden müssen“, vermutet Annegret Rosenau. Sie hat zum 1. Januar für ein Jahr die Leitung in Godensholt übernommen und war zuvor Stellvertreterin in Apen.
