Apen - Firmen aus Apen haben in den vergangenen Jahren vom Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Landkreis Ammerland profitiert. Das geht aus einer Präsentation hervor, die Helma Schubert, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, anlässlich des Wirtschaftsausschusses vorstellte.
Arbeitsplätze
Durch das Programm können beispielsweise Existenzgründungen, Unternehmenserweiterungen oder -sicherungen finanziell unterstützt werden, wenn damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zuschüsse können daneben auch zur Durchführung investitionsvorbereitender Maßnahmen gewährt werden.
In der Förderperiode von 2007 bis 2013 gingen aus Apen 31 Anträge ein (21 auf Investitionsförderung und zehn für investitionsvorbereitende Maßnahmen). Schlussendlich wurden 26 Anträge bewilligt und abgerechnet, fünf weitere Vorhaben wurden nicht umgesetzt. Damit flossen knapp mehr als 543 000 Euro an Zuschüssen zu Aper Unternehmen, der Anteil der Gemeinde Apen bei der Kofinanzierung lag bei 83 612 Euro, das Gesamt-Investitionsvolumen aller Firmen bei etwas weniger als 6,2 Millionen Euro. 63 Arbeitsplätze konnten geschaffen werden, 13 davon waren Ausbildungsplätze.
Anträge
Seit 2014 bis quasi heute wurden bislang bei rund 40 Anträgen Zuschüsse in Höhe von 449 221 Euro gewährt. Der Anteil der Gemeinde lag bei 124 694 Euro, die Gesamtinvestitionen aller Firmen bei mehr als 4,3 Millionen Euro. Rund 94 Arbeitsplätze wurden bislang geschaffen, davon zehn Ausbildungsplätze.
Die aktuelle Förderperiode endet am 31. Dezember 2020. Da das Programm weiterhin gut angenommen wird, soll es verlängert werden – allerdings mit einigen Änderungen. So liegt ab 2021 bis 2027 unter anderem ein Augenmerk auf der Beseitigung von Leerständen in nahversorgungsrelevanten Bereichen, hier können Antragssteller Zuschüsse in Höhe von 5000 Euro erhalten. Betriebsübergaben innerhalb der Familie werden nicht mehr finanziell unterstützt, während nachhaltige und, wie es heißt, „umweltbezogene Maßnahmen“ bei der Bewertung um die Förderung Zusatzpunkte einbringen können. Freiberufler werden nur noch in Ausnahmefällen unterstützt, und auch nur dann, wenn die Gemeinde den Antrag unterstützt. Die gute Nachricht: Der Förderhöchstbetrag wird von 40 000 auf 50 000 Euro angehoben.
Zustimmung
Geht es nach dem Wirtschaftsausschuss, sollte sich die Gemeinde Apen weiter an dem Förderprogramm beteiligen. Der Beschluss fiel einstimmig, wie Helma Schubert mitteilte. Damit gab die Politik eine eindeutige Empfehlung an den Gemeinderat, der abschließend über eine Fortsetzung entscheidet.
