Apen - Wie ärgerlich! Man ist in der Gemeinde Apen unterwegs, möchte gern auf dem Smartphone nachschauen, wie lang ein Geschäft oder eine Einrichtung noch geöffnet hat, doch man hat kein Netz.
Das soll sich bald ändern. Der Wirtschaftsausschuss des Aper Gemeinderates hat grundsätzlich begrüßt, dass es im ganzen Gemeindegebiet bald flächendeckend Zugänge zum Internet geben soll. Davon würden die gesamte Gemeinde, aber auch Urlauber und Gäste profitieren.
Bislang befinden sich öffentliche Router für kostenlose Zugänge an der Außenfassade des Aper Rathauses, im Bürgerbüro des Rathauses und im Gebäude des Fachbereichs Arbeit & Soziales am Aper Marktplatz. Die Verwaltung soll nun erarbeiten, in welchen weiteren öffentlichen Einrichtungen (Dorfgemeinschaftshäuser, Vereinsheime, Freibad) Zugangspunkte zum sogenannten Freifunk-Netzwerk geschaffen werden können (siehe Infokasten). Dabei setzt die Politik auch auf die Unterstützung von Gewerbetreibenden und Privatpersonen.
Gerade der Handel ist besonders am kostenfreien Surfen auf der Wlan-Welle in der Gemeinde interessiert. „Freies Wlan für Apen“, fordert der Aper Gewerbeverein seit einiger Zeit, allen voran sein Vorsitzender Jochen Tietjen.
Zusammen mit dem Gewerbeverein Augustfehn, dem Ortsbürgerverein Apen, dem Ortsverein Augustfehn sowie den Ortsbürgervereinen Augustfehn II, Tange und Godensholt sowie Vertretern des Gemeinderates hatte man im August bereits erörtert, wie das Freifunk-Netzwerk-Projekt in Apen vorangebracht werden kann und wo Router installiert werden sollten. Als Standorte kämen beispielsweise die Haupt- und Mühlenstraße in Augustfehn, Gewerbebetriebe, aber auch Feuerwehrhäuser, Verkehrsverein, der Campingplatz Nordloh, Kirchen und vieles mehr in Frage.
In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses erläuterte Lars Kock, Mitarbeiter der Aper Gemeindeverwaltung, was Freifunk ist und wie er funktioniert. Bürger oder Gäste könnten sich kostenlos mit einem PC, einem Tablet oder mit dem Smartphone einloggen und das Internet nutzen. Weder die Nutzungszeit noch das Datenvolumen seien begrenzt. Für eine Nutzung seien auch keine persönlichen Daten oder Passwörter erforderlich.
Wie Lars Kock weiter ausführte, kann sich jeder Interessierte daran beteiligen, das Freifunk-Netzwerk zu vergrößern. Passende Router kosteten je nach Aufstellungsort 30 bis 100 Euro, die jährlichen Stromkosten pro Router fünf bis zehn Euro. Und: Die privaten Daten seien geschützt, darüber hinaus müssten die Anbieter der Router nicht haften, sollte ein Nutzer kostenpflichtige Angebote herunterladen.
Bei den Haushaltsberatungen soll im Spätherbst erörtert werden, wo die Gemeinde weitere öffentliche Zugänge schaffen kann.
