APEN - Diskutiert wird das Thema immer wieder, wirklich konkretisiert wurde es indes bislang indes noch nicht: Die Rede ist von einem Bürgerbus als Ergänzung des Angebots im Öffentlichen Personennahverkehr in der Gemeinde Apen. Mit großem Erfolg werden in Westerstede, wie mehrfach berichtet, schon seit einiger Zeit die Außenbereiche über einen Bürgerbus an die Stadt angebunden. Auf diesen Zug – oder besser Bus – würde man in Apen auch allzu gern aufspringen.

Bürgermeister Matthias Huber hält ein solches Projekt für eine „tolle Idee“, wie er sagt, ist aber skeptisch, ob es sich in naher Zukunft wird realisieren lassen wird: „Das Westersteder Modell auf Apen zu übertragen, wird mit Blick auf die angespannte Finanzlage alles andere als einfach. Wir befinden uns in der Haushaltssicherung und müssen eigentlich sogar freiwillige Leistungen, wozu ein Bürgerbus zählen würde, streichen.“ In der nächsten Planungsausschusssitzung wolle er den Punkt aber nochmals auf die Tagesordnung bringen und beratschlagen, ob nicht andere Wege der Kofinanzierung gefunden werden könnten, um den Bürgerbus doch möglich zu machen.

Dies wünscht sich nicht nur seit längerem der Aper Seniorenbeirat, darauf drängt auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). Die Ratsfraktion hat bereits schriftlich den Antrag an die Gemeindeverwaltung gestellt, eine Bedarfserhebung etwa bei Ortsbürgervereinen und Ortsvorstehern oder über die Homepage der Gemeinde vorzunehmen. Gleichzeitig wird gefordert, nach Westersteder Vorbild einen Betreiberverein zu gründen.

Hierfür, so Huber, müssten sich aber zunächst ehrenamtliche Helfer finden lassen. „Wer sich die Mobilität in der Gemeinde Apen auf die Fahnen schreiben möchte, egal in welcher Form, ist herzlich willkommen und kann auf meine Unterstützung bauen“, wirbt der Bürgermeister um Freiwillige, die sich am Bürgerbus beteiligen wollen.

Seinen Rat hat auch Jens Rowold, Vorsitzender des Westersteder Bürgerbusvereins, für ein mögliches Gegenstück in Apen zugesagt. „Ich sehe hier ein großes Potenzial. Es muss aber Leute geben, die sich engagieren wollen. Ohne die geht es nicht“, spricht er aus Erfahrung.