APEN - „Für unsere Partnergemeinde in Polen wird ja schon so einiges gemacht. Ich habe mich aber gefragt, was denn konkret für ältere Menschen unternommen wird“, erzählt Monika Lüder. Sie habe Hermann Tammen als Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins angesprochen, und bald war die Idee zu einer Aktion da, die der Aper Seniorenbeirat in ähnlicher Form schon vor zwei Jahren mit enormem Erfolg organisiert hatte.

Etwa 1600 alte Brillen sind damals in Apen für Bedürftige in der Erbeben-Region Haiti gesammelt worden. Diesmal sollen die Sehhilfen Älteren in Gizalki zugutekommen. Zusammen mit ihren Mitstreitern Gerda Nagel und Harald Schmidt, die beide auch für die SPD bei der Kommunalwahl kandidieren, stellte Monika Lüder schon Anfang August in mehreren Geschäften und Einrichtungen im ganzen Gemeindegebiet Sammelboxen auf, so etwa im Rathaus oder bei Banken. An diesen können nicht mehr benötigte Brillen abgegeben werden können. „Wir nehmen die sonst auch persönlich entgegen“, ergänzt sie.

Der Bedarf in Gizalki scheint groß. „Die Renten sind oft sehr klein, für dringend benötigte Brillen fehlt meist das Geld“, berichtet Monika Lüder. Und einen Seniorenbeirat, der helfen könnte, gebe es nicht, da noch viel über die Familie laufe.

Am 18. September fährt Harald Schmidt als Vertreter des Seniorenbeirats mit einer Aper Abordnung nach Polen, um die bis dahin gesammelten Brillen an den Bürgermeister zu übergeben. „Der will sich kümmern, dass die Dioptrienzahlen festgestellt werden und die Verteilung über Ärzte und Apotheken erfolgen kann“, erklärt er.