APEN - Den Besucherinnen wird ein vielfältiges Programm geboten. Auf die persönliche Note wird viel Wert gelegt.

von kerstin schumann

APEN - Mit einem Vorurteil wollen die Aper Landfrauen aufräumen: „Wir sind gar nicht alle Bäuerinnen, sondern Frauen, die auf dem Lande wohnen. Wir wollen unseren Mitgliedern ein informatives und buntes Programm bieten“, sagt Sabine Schweneker mit Nachdruck. Die 42-Jährige ist Vorsitzende dieser noch jungen Organisation. Erst 1983 haben die Aper Landfrauen einen eigenen Verein gegründet, zuvor haben sie sich in Westerstede engagiert. Bis heute ist die Organisation auf rund 200 Mitglieder angewachsen.

Für die Frauen werden in den Wintermonaten in erster Linie Vorträge angeboten, im Sommer stehen Radtouren mit Besichtigungen oder andere Ausflüge auf dem Programm. Auf eine Linie will sich der Vorstand nicht festlegen: „Die gesamte Bandbreite soll abgedeckt werden. Von Vorträgen über rechtliche und soziale Fragen bis hin zum Besuch des Edeka-Zentrallagers, wo man alleine ja nicht hinkäme. Für viele Themen können wir hochkarätige Referenten gewinnen. All diese Angebote werden den Aperinnen sozusagen vor ihrer Haustür gemacht“, zählt Stellvertreterin Antje Ehlers die Vorteile auf.

„Auf diese Weise kann man nebenher seine Allgemeinbildung verbessern“, ergänzt ihre Kollegin Gunda Schröder. Sie halte es für wichtig, ein breites Angebotsspektrum vorzuhalten. „Das Leben auf dem Land hat sich verändert. Viele Frauen sind beruflich eingebunden, da gehen die Interessen auseinander.“

Bei der Themenauswahl halte der Verein mit der Zeit Schritt, weiß Schriftführerin Ursula Rüther, die bereits seit vielen Jahren aktiv ist. „Ursprünglich wurden bei den Landfrauen vor allem hauswirtschaftliche oder auch typisch landwirtschaftliche Themen besprochen. Alles war praktisch ausgerichtet. Heute orientieren wir uns an den vielfältigen Interessen der Mitglieder und das reicht von Gesundheitsfragen bis hin zu Reiseberichten. Irgendetwas nimmt man immer mit nach Hause“.


Nach den Erfahrungen des Vorstands, dem außerdem noch Kassenführerin Hildegard Janßen angehört, nutzen häufig Alleinstehende die Möglichkeit zum Austausch. Dabei wird auf die persönliche Note Wert gelegt. So werden reihum von den Frauen aus jedem Dorf Kuchen für die Veranstaltung gebacken, und auch das Programm für die Weihnachtsfeier wird abwechselnd gestaltet.