APEN - Der Verein zur Förderung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Apen und Gizalki braucht bald vielleicht einen neuen Namen – schließlich soll die Partnerschaft nun nicht mehr auf nur zwei Gemeinden beschränkt sein. So zumindest der Plan, denn gemeinsam mit dem belgischen Momignies und dem slowakischen Spisske Vlachy, beide ursprünglich nur mit einer Verbindung zu Gizalki, soll ein sogenanntes EU-Netzwerk aus der Taufe gehoben werden. Im Verbund bewirbt man sich um Fördermittel aus dem Projekt „Aktive Bürger für Europa“.
Und aktiv ist momentan vor allem der Aper Partnerschaftsverein. „Wir haben uns bereit erklärt, den entsprechenden Antrag stellvertretend zu erarbeiten und die grundlegende Organisation zu übernehmen“, sagt Vorsitzender Hermann Tammen. Viel Zeit ist nicht mehr: Bis zum 1. Februar müssen die fertigen Unterlagen bei der EU eingegangen sein.
Bei einer Arbeitstagung mit Vertretern der vier Delegationen im Oktober vergangenen Jahres in Nordloh sei das Konzept grob besprochen worden, so Tammen. Es soll unter dem Motto für 2012 „Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ stehen.
Mit eingereicht werden soll auch ein erster Entwurf des zum Thema „Demografie“ passenden Programms, das die Abordnungen bei den angedachten Besuchen in allen vier Gemeinden über jeweils mehrere Tage erwartet. „Es könnte ganz unterschiedliche Veranstaltungen geben, zum Beispiel auch zu Aspekten der Integration oder Ökologie“, legt Tammen dar.
Gerechnet wird mit 15 Teilnehmern pro Gruppe. Nach dieser Zahl richtet sich auch die Höhe der Fördersumme. Die Bewilligung vorausgesetzt, die dann auch gleich für 2013 mit gelten würde, dürfe man auf mehr als 100 000 Euro spekulieren, so Tammen.
Ein Betrag, von dem sich einige Aktionen auf die Beine stellen lassen. „Alles soll unter dem Gedanken stehen, dass wir innerhalb Europas voneinander lernen wollen“, sagt Pastorin Sygun Hundt, ebenfalls Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins.
Rege ist momentan der Austausch zwischen Apen, Gizalki, Momignies und Spisske Vlachy. Eine „Amtssprache“ hat das Quartett indes noch nicht auserkoren. „Die Slowaken verstehen Polnisch, die Polen sprechen Deutsch, in Belgien ist ein deutschsprachiger Professor dabei“, erläutert Tammen die Verständigung . Viel wichtiger scheint aber, dass man beim Antrag mit gemeinsamen Ideen aufwarten kann.
