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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Internet-Konferenz: Appelle gegen Überwachungsstaat

06.05.2015

Berlin /Varel Nach den Enthüllungen zur Zusammenarbeit von Geheimdiensten haben Internet-Aktivisten die Kritik an staatlicher Überwachung in den Mittelpunkt ihrer Konferenz „Re:publica“ gestellt. „Wir brauchen einen Ausstieg aus der Totalüberwachung“, forderte der Mitveranstalter Markus Beckedahl zum Auftakt des dreitägigen Treffens am Dienstag in Berlin. Die Debatte über die Beziehungen zwischen deutschen Geheimdiensten und dem US-Auslandsdienst NSA werde falsch geführt. Die Suche nach Schuldigen gehe am Kern der Frage vorbei.

Die „Re:publica“ will nach den Worten der Veranstalter die Rahmenbedingungen für die digitale Welt neu in den Blick nehmen. „Wir wollen darüber diskutieren: Wie sieht das Europa der Zukunft aus, ein digitaler Kulturraum, eine transnationale mediale Öffentlichkeit?“ Das Motto der Konferenz mit 800 Sprechern und mehr als 6000 Besuchern lautet „Finding Europe“.

Ein Schwerpunkt des ersten Tages war die geplante Urheberrechtsreform in der EU. Die Europa-Abgeordnete der Piratenpartei, Julia Reda, zeigte sich pessimistisch, „was Mut und Umfang dieser Reform angeht“. Die Politikerin hat dem EU-Parlament einen Bericht mit Vorschlägen zum Urheberrecht vorgelegt, der in diesem Monat auf die Tagesordnung kommt. Sie schlug vor, die Verwendung von Fotos, Filmausschnitten und Texten im Internet zu erleichtern, was ihr Kritik von Verlagen eingebracht hat.

Auch auf der Re:publica selbst gab es kritische Stimmen. „Wenn wir über Geoblocking streiten, merkt man die kulturellen Unterschiede“, sagt der Musik-Manager Dieter Gorny als Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums für kreative und digitale Ökonomie. Geoblocking verhindert derzeit häufig, dass Filme oder Sport im Internet angeschaut werden können.

Als erster Hauptredner stellte der US-Wissenschaftler Ethan Zuckerman die Diagnose: „Das System ist kaputt“. Wachsendes Misstrauen gegenüber Politik, Wirtschaft und Medien könnte aber zu einer neuen Kraft für Veränderung werden, sagte der Medien- und Gesellschaftsforscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Misstrauen dürfe nicht lähmend sein, sondern sollte die Menschen veranlassen, sich über das Internet zu neuen sozialen Bewegungen zusammenzuschließen. „Es ist die Herausforderung unserer Generation, eine bessere Welt zu errichten“, sagte der 42-jährige Mitgründer der Blogger-Plattform globalvoices.org.

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Andere Teilnehmer sprachen sich für für eine Sexindustrie ohne Menschenrechtsverletzungen und einen TÜV für Pornofilme aus. Ein solches Qualitätssiegel könnte Pornofilme kennzeichnen, in denen die Darstellerinnen und Darsteller selbstbestimmt mitwirkten, sagte Djure Meinen aus Varel (Kreis Friesland). Es müsse sichergestellt sein, dass die Schauspieler aus freien Stücken, und nicht wegen materieller Not oder aus früheren Missbrauchserfahrungen bei den Produktionen dabei seien, betonte die Berlinerin Jenny-Louise Becker. „Lasst uns mit dem Tabu aufräumen und ehrlicher über das Thema reden“, forderte Meinen.


     https://re-publica.de/ 
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