Hollen - Zwei Tage brauchten die Freunde des Hasbruchs, um ihre Obstwiese in Vielstedt abzuernten – etwas mehr als zwei Stunden genügten am Sonnabend, um die Äpfel und Birnen unters Volk zu bringen: Beim Tag der offenen Tür des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Hollen leerten sich die Körbe am Stand der Hasbruchfreunde im Nu. Und neben dem frischen Obst, bei dem sie die Wahl unter 15 heimischen Sorten hatten, bekamen die Besucher auch noch nützliche Tipps wie diesen mit auf den Weg: Mit dem „Finkenwerder Herbstprinz“ lässt sich der leckerste Apfelpfannkuchen backen.
Schmackhaft und informativ gleichermaßen waren viele Angebote beim Aktionstag anlässlich des 20-jährigen RUZ-Bestehens. An vielen Ständen, die die Helfer vom Umweltzentrum sowie rund 20 Organisationen und Vereine auf dem gut einen Hektar großen Gelände am Holler Weg aufgebaut hatten, ging es um gesunde Ernährung mit regionalen Lebensmitteln. Vor den appetitlichen Gaumenfreuden war allerdings hier und da auch eigene Anstrengung gefragt, etwa an der ständig von Kindern dicht umlagerten Apfelsaftpresse oder beim Teigrollen für die Laugenbrezeln. Auf großes Interesse stieß auch der Stand der Landfrauen, wo Kräutersalz hergestellt werden konnte.
Auch handwerklich konnten sich die großen und kleinen Gäste beweisen: Die Schülerfirma „Pupils“ von der Ganderkeseer Förderschule lud zum Seiledrehen ein, beim Naturschutzbund (Nabu) wurden Nistkästen zusammengebaut und am Stand der Delmenhorster Weidenflechterin Tanja Teuber konnten Körbe geflochten werden.
RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens und ihre Mitarbeiter waren begeistern von der enormen Resonanz auf den Tag der offenen Tür. Auch die zuvor beim Festakt von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt sowie Landrat Carsten Harings und Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz geäußerte Wertschätzung habe gut getan, sagten sie. Die Bilanz des Tages: „Fantastisch!“
