Cloppenburg - Der Kulturbahnhof Cloppenburg ist das zentrale Thema während der Mitgliederversammlung des Kulturforums am Montagabend im Rathaus gewesen. Vorsitzender Dr. Klaus Weber begrüßte die Vertreter der Mitgliedsvereine, bevor er sich dem Mammutprojekt Kulturbahnhof zuwandte und betonte: „Hier war vieles auf Sand gebaut.“ Vor allem die mangelhafte Statik habe den Fortgang der Bauarbeiten erheblich beeinträchtigt und somit die Baukosten in die Höhe getrieben hätten. Da es nun an die Innenausstattung gehe, hoffe er auf ein rasches Fortschreiten der Ausbaumaßnahmen und nannte in Absprache mit dem Architekten den 1. Juni 2015 als geplantes Fertigstellungsdatum. Die Gaststätte soll bereits zum 1. April 2015 bezugsfertig sein.

Weber betonte, dass sicherlich noch weitere Spenden notwendig sein werden, um das Bauvorhaben abzuschließen. „Ich weiß noch nicht, ob wir im grünen Bereich sind“, so Weber mit Blick auf die Finanzierung der noch anstehenden Arbeiten. Positiv hob er neben der Unterstützung durch die Stadt auch die große Spendenbereitschaft der Cloppenburger Bürger, der Vereine und der Unternehmen hervor.

Die Planungen zur Eröffnung des Kulturbahnhofs laufen bereits an. So sei ein „Zug zum Zug“ geplant, erklärte die stellvertretende Vorsitzende Tanja Fischer. Bei dieser Aktion sollen die Kulturschaffenden und Vereine der Stadt gemeinsam mit den sich anschließenden Bürgern durch die Stadt zum Bahnhof ziehen.

Nach den Berichten der verschiedenen Vereine über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr gab Geschäftsführerin Christiane Hagemann einen detaillierten Überblick über die gewährten Zuschüsse. Das von der Stadt zur Verfügung gestellte Budget in Höhe von 103 200 Euro wurde an die Vereine zur Durchführung von Konzerten, Ausstellungen, Festen, Lesungen und weiteren kulturellen Veranstaltungen ausgezahlt.

Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet. Michael Terwelp wurde als neues Mitglied der Fachkommission gewählt. Die zweite Stelle ist noch vakant. Für das kommende Jahr kündete Weber an, dass er nicht erneut für das Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stehen wolle.