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Beschäftigung in Ostfriesland und Oldenburger Land Sommerflaute sorgt für höhere Arbeitslosigkeit im Nordwesten

<p>Der Arbeitsmarkt im Nordwesten zeigt für Juli						eine jahreszeitlich typische Flaute. Junge Menschen auf der Suche						nach einer Ausbildungsstelle haben aktuell aber gute Chance, heißt						es.</p>

Der Arbeitsmarkt im Nordwesten zeigt für Juli eine jahreszeitlich typische Flaute. Junge Menschen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle haben aktuell aber gute Chance, heißt es.

Hauke-Christian Dittrich/dpa

Im Nordwesten - Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im OIdenburger Land und in Ostfriesland jahreszeitlich bedingt gestiegen. Insgesamt waren in der Region 49.276 Menschen ohne Arbeit – 2493 mehr als im Vormonat und 4351 mehr als im Juli vergangenen Jahres. Diese Entwicklung ist nach Auskunft der regionalen Arbeitsagenturen zu Teilen der aktuellen bundesweiten Inflationslage geschuldet, vor allem aber saisontypisch.

Symbolbild

ARBEITSMARKT IM LANDKREIS OLDENBURG Warum Zahl der Arbeitslosen um fast 12 Prozent gestiegen ist

Landkreis Oldenburg

Sommerloch am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt deutschlandweit

In Deutschland hat eine schwache Konjunktur Spuren im Juli-Arbeitsmarkt hinterlassen. Die Arbeitslosenzahl stieg um 62 000 auf rund 2,62 Millionen, die Quote um 0,2 Punkte auf 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren somit 147 000 Menschen mehr ohne Arbeit. Das Wachstum des Marktes verliere an Schwung, „die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe ist weiterhin zurückhaltend“, erklärte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.

„Schülerinnen und Schüler meldeten sich nach Schulabschluss arbeitslos, mit dem Ausbildungs- oder Studienstart werden sich die meisten rasch wieder abmelden“, bewertet Kristjan Messing, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, die Entwicklung. Auch ausgelernte Azubis würden jetzt in der Statistik auftauchen, die noch auf der Suche nach einer Anstellung als Fachkraft im Herbst sind. Die weiterhin hohe Nachfrage nach gelernten Arbeitskräften würde diesem Teil der Arbeitslosen noch zugutekommen, so Messing. „Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersklasse ist erfahrungsgemäß nur vorübergehend und nimmt nach den Sommermonaten wieder ab“, ergänzt Daniela Ringenaldus, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Emden-Leer, in dem Zusammenhang.

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Die Lage in Ostfriesland

In Ostfriesland zählte die Arbeitsagentur für Juli insgesamt 15.193 Menschen ohne Job, was ein Plus von 666 zum Juni bedeutet. Im Vorjahresvergleich waren es 1580 mehr Arbeitslose. Die Quote liegt bei 6 Prozent, im Juli 2022 waren es 5,5 Prozent. Jugendliche in Ostfriesland, die aktuell auf Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, haben jedoch noch gute Chancen, betont Daniela Ringenaldus. „Ausbildungen können auch noch nach dem traditionellen Ausbildungsstart am ersten August starten“, sagte sie.

Die Lage in Oldenburger Land

Wie die Arbeitsagenturen Vechta sowie Oldenburg-Wilhelmshaven mitteilen, gab es im Oldenburger Land im Juli 34.083 Arbeitslose. Das sind 1827 mehr als im Vormonat und 2771 mehr als im Vorjahr. Auffällig in der Statistik ist eine überproportionale Zunahme der Arbeitslosenzahlen der Geschäftsstelle Jever mit einem Plus von 26,6 Prozent der örtlich gemeldeten Menschen ohne Job – was laut Agentur auf die Insolvenz eines örtlichen Arbeitgebers zurückzuführen ist, jedoch wenig Auswirkung auf das regionsweite Mittel habe.

Die Lage in Niedersachsen

Die regionalen Entwicklungen spiegeln sich im landesweiten Vergleich wider: Niedersachsenweit ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli auf 255.939 gestiegen – 9.794 (vier Prozent) mehr als im Vormonat und 19.824 (8,4 Prozent) mehr im Vorjahresvergleich. Die Quote kletterte dadurch aktuell um 0,2 Punkte auf 5,8. Wie die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, sind schul- und ausbildungsbedingt vor allem junge Menschen unter 25 Jahren von diesem Anstieg betroffen. Gleichzeitig sei genau diese Gruppe weiterhin bei Betrieben „heiß begehrt“. Wie Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion, betont, stellen junge Geflüchtete aus Syrien, Irak und Afghanistan einen wachsenden Teil der Bewerber. „Ohne diese jungen Menschen wäre die Nachwuchslücke noch erheblich größer“, so Pfeiffer. Von 51.168 gemeldeten Lehrstellen waren zuletzt allerdings noch 22.950 als unbesetzt registriert, heißt es.

Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch
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