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Beschäftigung im Nordwesten Im Dezember deutlich mehr Arbeitslose – mit einigen Ausnahmen

Zum Jahreswechsel steigt die Zahl der Arbeitslosen meistens saisonal bedingt an.

Zum Jahreswechsel steigt die Zahl der Arbeitslosen meistens saisonal bedingt an.

Sina Schuldt/dpa

Im Nordwesten - Saisonal bedingt haben sich im Dezember 2023 im Nordwesten wieder mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Das geht aus den aktuellen Zahlen der regionalen Agenturen für Arbeit vom Mittwoch hervor. Demnach waren im Oldenburger Land und in Ostfriesland im Dezember 50.375 Menschen ohne Job. Das waren 1963 mehr als im November und 3167 mehr als im Vorjahr.

Oldenburger Land

Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, bezeichnete diese Entwicklung als saisontypisch. „Wir verzeichnen winterliche Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt“, sagte er. Das Ammerland und Friesland seien davon stärker betroffen als die Stadt Oldenburg oder die Stadt Delmenhorst. „In den beiden Landkreisen sind saisonabhängige Gewerbe wie Gartenbau und Tourismus stärker vertreten, dadurch schwankt die Zahl der Beschäftigten im Jahresverlauf stärker“, sagte Müller. Gegen den Trend im Oldenburger Land hat sich die Wesermarsch entwickelt. Hier gab es bei der Zahl der Arbeitslosen einen leichten Rückgang um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5.

Bundesweite zahlen

Quote: Die bundesweite Arbeitslosenquote lag im Dezember 2023 bei 5,7 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte mehr als im November 2023.

Arbeitslose: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat vor allem saisonal bedingt um 31.000 auf 2,637 Millionen gestiegen. Das waren 183.000 mehr als im Dezember 2022, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.

Trend: „Mit Beginn der Winterpause haben Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Dezember, wie in diesem Monat üblich, zugenommen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, am Mittwoch. Auch ein leichter Anstieg der Kurzarbeit sei zu verzeichnen. Allerdings wachse auch die Beschäftigung weiter und die Nachfrage der Unternehmen nach neuem Personal habe sich im Dezember nicht weiter abgeschwächt.

Müller erklärte, dass im Agenturbezirk auch Arbeitslosmeldungen hinzugekommen seien, „wenn eine Saisonbeschäftigung für das Weihnachtsgeschäft endete“. Anders verhalte es sich im Baugewerbe. Durch die milden Temperaturen sei es häufig möglich, dass in vielen Außenberufen weiterhin gearbeitet werden könne.

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Ostfriesland

„In Ostfriesland hat die Winterpause eingesetzt“, erklärte Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer. Im Agenturbezirk waren im Dezember 16.594 Menschen ohne Job. Das waren 1202 mehr als im November und 926 mehr als im Vorjahr. Dupák sagte, dass sich auch aus den Bau- und Ausbauberufen in den vergangenen Monaten mehr Menschen arbeitslos gemeldet haben. Das sei „eine Entwicklung, die wir sehr genau beobachten“. Es bleibe „abzuwarten, inwieweit das Frühjahr und die milderen Temperaturen für eine Entspannung sorgen“.

Niedersachsen und Bremen

Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen ist zum Jahresende 2023 ebenfalls leicht gestiegen. Insgesamt waren 253.710 Menschen arbeitslos gemeldet, 3570 mehr als im Vormonat, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Hannover mit. Die Quote blieb damit unverändert bei 5,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 5,5 Prozent gelegen. Bezogen auf den Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 14.755.

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Im Land Bremen ist die Zahl der Arbeitslosen dagegen leicht gesunken – entgegen dem üblichen Trend. Insgesamt waren im kleinsten Bundesland 39.089 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 91 weniger als im Vormonat, hieß es vonseiten der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 10,6 Prozent. Bezogen auf den Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen dagegen um 2446. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 10,0 gelegen.

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