Oldenburg/Vechta/Emden - Der Arbeitsmarkt im Nordwesten hat sich nach den Sommerferien in weiten Teilen günstig entwickelt. Das zeigen die am Donnerstag veröffentlichten Daten der Arbeitsagenturen Oldenburg/Wilhelmshaven, Vechta und Emden/Leer für den Monat August. Demnach waren Ende August im Oldenburger Land und Ostfriesland insgesamt 52 757 Frauen und Männer als arbeitslos registriert.
Das bedeutet gegenüber dem Vormonat Juli eine Abnahme um 333. Zugleich ist die Zahl um 230 höher als vor einem Jahr. Allerdings gibt es dabei regionale Unterschiede. Die Agentur Oldenburg/Wilhelmshaven meldet im Jahresvergleich 134 Arbeitslose weniger (28 514). Sofern der August kein „Ausreißer“ in der Statistik bleibt, würde dies den Bruch des schon länger laufenden ungünstigen Trends – mehr Arbeitslose als vor einem Jahr – bedeuten.
Vechta meldete 7813 Arbeitslose, das waren 122 weniger als im Juli, aber 178 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich Emden/Leer ergab sich ein Anstieg von 125 gegenüber Juli und von 186 gegenüber dem Vorjahresmonat (auf 16 430).
In Niedersachsen sank die Zahl der Arbeitslosen mit dem Beginn der Schul- und Ausbildungszeit im August gegenüber Juli um 1,4 Prozent auf 268 238 Menschen ohne Job. „Vor allem unter 25-Jährige haben ihre Arbeitslosigkeit im August beenden können“, sagte der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen (Hannover), Klaus Stietenroth. Doch auch unabhängig davon sei die Arbeitslosigkeit gesunken, da Betriebe neue Arbeitsverträge zumeist nach der Ferienzeit abschließen. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent (Juli: 6,6).
Allerdings sank die Personalnachfrage deutlich unter Vorjahresniveau. Landesweit lag die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen im August bei 15 230 Job-Angeboten, das sind 11,8 Prozent weniger als im August 2012. Der Stellenbestand liegt damit bei 44 194 unbesetzten Arbeitsplätzen – 10,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Nach ersten hochgerechneten Ergebnissen für den Juni 2013 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf 2,64 Millionen. Von dem Aufschwung würden alle Wirtschaftszweige profitieren; nur die Beschäftigung in Zeitarbeit sei mit acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, betonte die Agentur in einer Erklärung.
Auch im Land Bremen sank die Zahl der Arbeitslosen. Sie lag im August bei 37 392 – das waren 408 weniger als noch im Juli. Als Konsequenz sank auch die Arbeitslosenquote, von 11,2 auf 11,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es 11,4 Prozent. Der Rückgang im August wurde auch in Bremen vor allem mit der Abmeldung von Jugendlichen aus der Arbeitslosigkeit wegen schulischer oder betrieblicher Ausbildungen begründet.
