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Beschäftigung im Nordwesten Im September nur leichte Herbstbelebung am regionalen Arbeitsmarkt

Im September gab es in diesem Jahr nur eine leichte Herbstbelebung am regionalen Arbeitsmarkt.

Im September gab es in diesem Jahr nur eine leichte Herbstbelebung am regionalen Arbeitsmarkt.

Hendrik Schmidt/dpa

Im Nordwesten - Nach einer saisonal bedingten leichten Abkühlung des regionalen Arbeitsmarktes im August hat dieser im September wieder Fahrt aufgenommen. Das geht aus den aktuellen Zahlen der hiesigen Arbeitsagenturen vom Freitag hervor. Im Oldenburger Land und in Ostfriesland waren demnach im September insgesamt 48.022 Menschen ohne Job. Das waren 2051 weniger als im August, aber 2390 mehr als im Vorjahr.

Oldenburger Land

Kristjan Messing, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, erklärt, dass der Arbeitsmarkt im September zwar wieder „Fahrt aufgenommen“ habe, allerdings etwas zurückhaltender als noch im Vorjahr. Diese Entwicklung begründete er mit „der schwachen Konjunktur der letzten Monate“. Unternehmen hätten jedoch wieder verstärkt neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, gleichwohl gebe es nach wie vor „viele Beschäftigungschancen, gerade für qualifizierte Fachleute“, erklärte Messing.

Bundeszahlen

Quote: Die bundesweite Arbeitslosenquote lag im Monat September bei 5,7 Prozent – und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im August.

Arbeitslose: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet insgesamt 2,627 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Das waren 69 000 Menschen weniger als im August, aber 141 000 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Trend: Die einsetzende Herbstbelebung ist laut Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Arbeit, „vergleichsweise gering“ ausgefallen. Zwar nähmen Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ab, jedoch „weniger als in einem September üblich“. Grundsätzlich sei der deutsche Arbeitsmarkt aber „nach wie vor stabil“, sagte Terzenbach.

Im Oldenburger Land ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1588 auf 33.078 gesunken. Das sind allerdings 1514 mehr als noch im September 2022, geht aus den aktuellen Zahlen der Agenturen für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta hervor. Die Entwicklung im Oldenburger Münsterland, wo es ebenfalls einen leichten Rückgang der Zahl der Arbeitslosen gab, erklärte Frank Sänger, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Vechta, mit „jahreszeitlich üblichen Schwankungen“.

Ostfriesland

Eine „stabile Konjunktur“ attestierte Daniela Ringenaldus, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Emden-Leer, trotz der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie des nahenden Saisonendes und der konjunkturellen Entwicklungen. Das spiegeln auch die Zahlen der hiesigen Arbeitsagentur wider. Demnach waren im September 14944 Personen ohne Job, 463 weniger als im Vormonat und 876 mehr als im September 2022.

Bremen und Niedersachsen

Auch in Niedersachsen ist die Zahl der Arbeitslosen im September leicht zurückgegangen. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit teilte am Freitag mit, dass 252.281 Menschen arbeitslos gemeldet waren. Das sind 3,3 Prozent weniger als im August. Die Arbeitslosenquote ging von 5,9 auf 5,7 Prozent zurück. Vor allem viele junge Menschen hätten Stellen gefunden, hieß es. Im Vergleich zum September 2022 gab es allerdings 6 Prozent mehr Arbeitslose.

Im Land Bremen ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Dort waren im September 39.353 Menschen ohne Job. Das waren 2,5 Prozent weniger als im August, aber 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitsagentur führt die Entwicklung in Bremen vor allem auf die schwächelnde Konjunktur zurück. Die Unterbeschäftigung wurde mit 52.638 Menschen angegeben – das ist ein Plus von 3 Prozent zum Vorjahr. Stichtag für die Zahlen war der 12. September.

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Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft
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