Ð -Artikel „Wardenburger kämpfen um ihren Deich“ vom Sonnabend, 20. November 2010:

Ein Deich, der von vielen Bürgern und Gästen der Gemeinde Wardenburg in ihrer Freizeit genutzt wird, soll vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) voll gesperrt werden. Dies sollte möglichst lautlos geschehen. Als sich breite Schichten in Wardenburg dagegen wehren, zaubert der NLWKN einen Kompromissvorschlag aus dem Zylinder und tut dann so, als ob damit alles erledigt ist – dem ist nicht so.

Tatsache ist, dass ein Deich oder ein langer Deichabschnitt gesperrt werden soll, weil der NLWKN diesen an die Betreiberin eines Resthofes abgetreten hat, um vermutlich ein langwieriges Enteignungsverfahren gegen die verkaufsunwillige Betreiberin zu vermeiden. Der Deich wurde mit Steuergeldern gebaut und auch nach der großzügigen Deichabtretung wird dieser mit Steuergeldern gepflegt, gewartet und in Stand gehalten werden.

Außerdem wurde von der NLWKN öffentliches Interesse (Deichbau) mit privaten Interessen der Betreiberin verknüpft, gegen das ebenfalls öffentliche Interesse ein Naherholungsgebiet zu erhalten.

Die jetzt immer wieder gerne ins Feld geführten Argumente gegen Hundehalter sind lächerliche Schein- und Schutzargumente und nur ein Versuch, das Niveau der Auseinandersetzung herabzusetzen. Alle Seiten sollten bemüht sein, die Auseinandersetzung auf einem erträglichen Niveau zu halten.


Norbert Tetzner, 26203 Wardenburg