ASCHENSTEDT - Jahrelang hat die Gemeinde Dötlingen vergeblich nach einer Fläche für einen Bolzplatz bei der großen Siedlung in Aschenstedt gesucht. Jetzt ist sie fündig geworden an der Ecke Zum Sande/Am Pumpwerk direkt vor dem Muhlewald. Sie macht daher Nägel mit Köpfen: Seit Montag ebnen Mitarbeiter des Bauhofes und eines Neerstedter Lohnunternehmens die Fläche ein. Schon nächste Woche soll der Rasen eingesät werden, damit der Ball im Frühjahr 2008 rollen kann, erläuterte Bauamtsleiter Uwe Kläner vor Ort.

Bürgermeister Heino Pauka, Amtsleiterin Elke Brunotte und die Mitglieder des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses schauten sich am Dienstagnachmittag die schon weit fortgeschrittenen Erdarbeiten auf der 3500 Quadratmeter großen Fläche an. Ausdrücklich bedankte sich Pauka bei Landwirt Werner Backhus, der einen Teil seines Ackers an die Gemeinde verkauft hat. Immer wieder hatte die Verwaltung mit den Eigentümern potenziell geeigneter Flächen im Umfeld der Siedlung Gespräche geführt, ohne jedoch zu einem Ergebnis kommen zu können. Umso erfreuter war Pauka, dass es nun endlich geklappt habe und die Aschenstedter Kinder und Jugendlichen den Platz zum Austoben und Fußballspielen bekämen.

Bisher hatte das Kicken auf dem Dorfplatz immer wieder zu Stress mit den Anliegern geführt, die sich zum Beispiel über Bälle im Garten ärgerten. Künftig gibt es den Bolzplatz, „etwas außerhalb, aber in Sichtweite“, wie Pauka betonte. Der Höhenunterschied von derzeit 2,10 Meter von West nach Ost werde weitgehend ausgeglichen, was auch die großen Erdbewegungen derzeit erklärt. Es bleibt eine Gefälle von 75 Zentimetern, hieß es. Zur Straße Zum Sande hin erfolgen einige Anpflanzungen, hinter die beiden Toren kommt ein vier Meter hoher Ballfangzaun, auf der Seite zum Acker ein zwei Meter hoher Zaun. Es werden zwei Tore aufgestellt, langfristig vielleicht auch eine kleine Hütte.

Ab 2008 ist auch stundenweise an eine Betreuung vor Ort gedacht. Hier laufen Gespräche mit Kirchengemeinde und Neerstedter Jugendhaus. Mit dem Bolzplatz sieht Pauka einen wichtigen Teil des Jugendbetreuungskonzepts für Aschenstedt bald als umgesetzt an. Mit den 15 000 Euro, die bereits im Etat 2007 eingeplant sind, komme die Gemeinde hin, hieß es. Hinzu kämen die Grunderwerbskosten.