ASCHENSTEDT - Der Aschenstedter Kindergarten weihte den neuen Fußweg ein. Die Bauarbeiter waren zur kleinen Feier auch eingeladen.
von anja rohde
ASCHENSTEDT - Mit Tanz und Gesang eröffneten die 18 Kinder des Aschenstedter Kindergartens den neuen Fußweg entlang der Aschenstedter Straße (K 237). Er wurde gestern fertig gestellt und frei gegeben.Der Fußweg verbindet den Kindergarten auf einer Strecke von rund 200 Metern mit dem Ort Aschenstedt. Den Kindern ist es nun möglich, in Richtung Ortschaft zu laufen, ohne die Straßenseite wechseln zu müssen. Bislang verlief nur auf der gegenüberliegenden Seite ein Fußweg. „Wir haben Jahre lang versucht, den Gehweg durchzusetzen, im Interesse und zur Sicherheit der Kinder“, sagt Heike Strunk vom Gemeindeelternrat, die bei der kleinen Einweihungsfeier dabei war. „Keiner hält sich an dieser Stelle an die vorgeschriebene Geschwindigkeit und nun haben wir auf beiden Seiten Fußwege, die optisch die Straße verkleinern und vielleicht zum langsamen Fahren anhalten“, hofft sie.
Drei Wochen lang waren die vier Bauarbeiter August Grafe, Klaus Werner, Christoph Ruholt und Valeri Schaumlöffel mit der Fertigstellung des 1,35 Meter breiten Gehwegs beschäftigt. Sie waren ebenfalls zur kleinen Feier eingeladen.
Während der Bauarbeiten, deren Kosten von rund 30 000 Euro die Gemeinde Dötlingen nach Auskunft von Bauamtsleiter Uwe Kläner „zu 100 Prozent trägt“, hatten die Arbeiter immer wieder die interessierten und neugierigen Blicke der Mädchen und Jungen auf sich gezogen. Scherzhaft verlangten die Männer an einem Nachmittag, als die Kindergarten-Kinder zuguckten, nach Cappucino. Eilig gaben die Kleinen die „Bestellung“ an die Erzieherinnen Ursula Skerka-Wach und Susanne Kleemann weiter. Von da an wurden öfter Heißgetränke und Süßigkeiten über den Zaun gereicht, berichtet Susanne Kleemann.
Bei der guten Verpflegung kamen die vier Bauarbeiter gerne der Bitte der Erzieherinnen nach, auf dem Spielgelände des Kindergartens einen Erdhügel aus dem Sand aufzuschütten, der von den Aushubarbeiten übrig geblieben war. „Darauf können wir im Winter rodeln“, sagte Kleemann.
Zur Feier des Tages gab es selbst gebackene Muffins für alle und Süßes für die Kinder. Anschließend hieß es auch ganz offiziell durch die Bauarbeiter: „Der Weg ist nun frei!“
