ASCHHAUSEN - „25 Jahre im Vorstand sind genug“, findet Almuth Neumann, die im März ihr Amt als Vorsitzende der Zwischenahner Landfrauen an eine Nachfolgerin übergeben möchte. Noch sei jedoch so recht noch keine Nachfolgerin gefunden, bedauert die 62-Jährige. Dabei bringe das Amt doch keineswegs nur Arbeit mit sich. „Es macht vor allem Spaß!“

Schon als 20-Jährige war Almuth Neumann dem Landfrauenverein Bad Zwischenahn beigetreten – für sie eine Selbstverständlichkeit, denn alle Frauen in der Familie seien damals Mitglied gewesen. Nach einiger Zeit im erweiterten Vorstand übernahm sie 1984 den Posten der Schriftführerin, bevor sie schließlich 1993 zur Vorsitzenden gewählt wurde.

Hinter Almuth Neumann und ihrem engagierten Vorstandsteam liegt die Organisation unzähliger Feiern, Ausflüge, Reisen und Vorträge. Die Themen hätten sich in den 25 Jahren stark verändert, blickt die Aschhauserin zurück. „Früher hatten wir zu 90 Prozent landwirtschaftliche Themen, heute geht es um Soziales, Gesundheit, Finanzen, Kultur und vieles mehr.“ Nur noch die wenigsten der 250 Mitglieder seien tatsächlich noch Bäuerinnen.

Ihrer möglichen Nachfolgerin macht Almuth Neumann Mut. Die anfallende Arbeit teile sich auf den gesamten Vorstand auf. „Und Angst, vor der Gruppe zu reden, braucht niemand zu haben – das lernt man schnell.“ Sollte sich bis zur Jahreshauptversammlung keine Bewerberin um das Amt finden, wäre Almuth Neumann bereit, übergangsweise in einer „Doppelspitze“ zu agieren. Im Verein möchte sie sich in jedem Fall weiterhin engagieren.