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Weser-Fluggemeinschaft ASK 21 setzt zu Höhenflügen an

Lemwerder - Windschnittig sieht das Segelflugzeug ASK 21 aus. Als Schulflugzeug wird es bei der Airbus Weser-Fluggemeinschaft Lemwerder vor allem zur Übung von Starts und Landungen genutzt, so kam nun die stattliche Zahl von 20 000 Flügen zusammen.

Muster vor 32 Jahren

Die Mehrzahl dieser Flüge hat das Flugzeug am Himmel über Lemwerder absolviert. So manche der insgesamt gut 5000 Flugstunden kamen aber auch während der Sommerlager der Vereinsmitglieder außerhalb von Lemwerder zusammen.

„Seit der Verein nicht mehr auf dem ehemaligen Werkflughafen fliegen darf, hat das Flugzeug in Metzigen und Hoya vorübergehend eine neue Heimat gefunden“, erklärt Ralf-Michael Hubert von der Airbus Weser-Fluggemeinschaft Lemwerder. Doch die Vereinsmitglieder hoffen, bald wieder in der Nähe ihres Heimatortes einen neuen Flugplatz zu finden.

Vor 32 Jahren wurde das erste Muster der ASK 21 beim Hersteller Alexander Schleicher in Poppenhausen auf der Wasserkuppe gebaut. Die Airbus Weser-Fluggemeinschaft gehörte zu den ersten Vereinen, die das Flugzeug bestellten, berichtet Hubert. Die Nachbarvereine waren offenbar zunächst skeptisch, da die ASK 21 deutlich größer und schwerer war, als die bis dahin üblichen Zweisitzer.

Größe bietet Vorteile

„Doch die ASK 21 war deshalb nicht schwerer zu fliegen und fand sofort Anklang im Verein“, stellt Hubert klar.


Gerade die Größe des Flugzeugs biete auch seine Vorteile, berichtet Hubert. „Da passen auch lange Leute rein“, sagt Ausbildungsleiter Björn Melzer und verweist auf die zunehmende Körpergröße der jungen Flugschüler.

Zwar gebe es mittlerweile bereits wesentlich leistungsfähigere Doppelsitzer, die mit einem Hilfsmotor ausgestattet sind, doch für die Segelflieger der Weser-Fluggemeinschaft sei das noch längst kein Grund, ihre ASK 21 gegen ein motorisiertes Flugzeug auszutauschen. „Der Abbau und das Verladen in den Anhänger ist bei einem schweren, unhandlichen Doppelsitzer nämlich kein Vergnügen“ erklärt der erste Vorsitzende Christoph Muschner.

Trotz der hohen Anzahl an Flügen und seines hohen Alters gehört der Segelflieger noch lange nicht zum alten Eisen. „Das Flugzeug hat keinen Motor, der verschleißen könnte. Wenn man es gut pflegt, kann man den Segelflieger eigentlich fast ewig nutzen“, sagt Hubert. So freut sich die Fluggemeinschaft auf viele weitere Starts und Landungen mit ihrer ASK 21.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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