Großenkneten - In der Wesermarsch trinken die Menschen aufbereitetes Grundwasser aus Großenkneten – das erfuhr Dragos Pancescu aus Brake am Dienstag auf dem Biohof Bakenhus. Der Bundestagskandidat der Grünen für den Wahlkreis 28 war mit der Fraktionsvorsitzenden der Niedersächsischen Grünen, Mitglied des Landtages Anja Piel, und Eduard Hüsers, dem Kreisvorstand der Grünen und stellvertretendem Landrat, nach Großenkneten gekommen.

Gabriele Wollstein vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) führte die Gäste zusammen mit Egon Harms, ebenfalls vom OOWV, über den Hof. Mit dabei waren außerdem Vertreter der örtlichen Bürgerinitiativen, unter anderem der Bürgerinitiative MUT, der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) Ahlhorner Fischteiche sowie der Bürgerinitiative gegen den geplanten Schlachthof.

Sie unterhielten sich im Anschluss an die Führung mit den Politikern über die Themen nachhaltige Landwirtschaft in Zeiten industrieller Massentierhaltung.

Der Biohof Bakenhus sei ein gutes Beispiel für bäuerliche Landwirtschaft, sagte Dieter Alves von der Bürgerinitiative „Kein Schlachthof in Ahlhorn“. Er habe gerade deswegen hierher zum Gespräch eingeladen, so Alves. Den Politikern wolle er damit ein positives Beispiel für Landwirtschaft in der Region zeigen. Doch der Biohof könnte nicht ausgleichen, was die zahlreichen Massentierhaltungsbetriebe in der Region verursachen: Eine hohe Nitratbelastung des Grundwassers.

Dragos Pancescu betonte, er wolle den engagierten Bürgern Mut machen, sich weiter für eine nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft in der Region einzusetzen.