Bürstel - Holger Hohnholt wunderte sich: Auf seinem Telefon kamen keine Anrufe mehr an. Auch heraustelefonieren ging nicht mehr. Die Leitung war offensichtlich tot. Also wandte er sich an seinen Anbieter EWE-Tel.
„Die wollten einen Techniker rausschicken, der sich um alles kümmert“, erzählte der Bürsteler. „Aber da wurden Termine nicht eingehalten. Manchmal kam einfach niemand.“ An seiner Situation änderte sich mehrere Wochen lang nichts.
Eine Situation, die der 39-Jährige bereits bestens kannte: Im Vorjahr habe er einmal ungefähr 14 Wochen am Stück auf sein Telefon verzichten müssen und war nur noch über sein Handy zu erreichen. Das sollte ihm nicht wieder passieren.
Anne-Christin Klare, Pressesprecherin bei EWE-Tel, bestätigte die Störung. „Der Fehler liegt allerdings nicht auf unserer Leitung, sondern auf dem letzten Leitungsstück, dass der Telekom gehört“, erklärte sie. Entsprechend sei die Telekom auch für die Beseitigung des Fehlers zuständig. Um die Störung zu beheben, habe man bereits einen Techniker der Telekom angewiesen, sich um das Problem zu kümmern, teilte Klare mit.
Zur Erläuterung: Die Glasfaserleitungen, die bis zu den Verteilerkästen laufen, gehören der EWE. Die Kupferleitungen, die die Haushalte mit den Verteilerkästen verbinden, sind wiederum Eigentum der Telekom.
Am vergangenen Freitag konnte ein Telekom-Techniker den Leitungsfehler tatsächlich beheben. Hohnholts Anschluss aber war immer noch tot. Am Mittwoch kamen dann noch einmal Techniker von EWE-Tel und tauschten den Router bei Hohnholt aus. „Jetzt haben wir alle bekannten Fehler behoben, und es sollte wieder funktionieren“, erklärte Klare.
Hohnholt bestätigte: „Ich kann endlich wieder telefonieren. Hoffen wir, dass es so bleibt.“ Fast einen ganzen Monat lang war er vom Telefonnetz abgeschnitten. Nun kann Hohnholt auf eine Entschädigung hoffen: „Wir stehen mit dem Kunden in Kontakt und sind sicher, dass wir da zu einer Lösung kommen“, hieß es von EWE-Tel-Pressesprecherin Klare.
