Hannover - Die Tage direkt nach dem Fest werden für Niedersachsens Einzelhändler diesmal aller Voraussicht nach maßgeblich über den Erfolg ihrer Weihnachtsgeschäfte entscheiden. „Die umsatzstarken Tage nach Weihnachten bis in die ersten Januartage hinein werden immer wichtiger“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Ullrich Thiemann, am Sonnabend.

Der Grund: Ein Trend seien Bargeldgeschenke, die die Kunden dann zwischen den Jahren ausgeben, was die Kassen der Händler noch einmal so richtig klingeln lasse. Viele Menschen nutzten auch die Brückentage zum Jahresende, um sich beim Bummel in der Stadt noch etwas zu gönnen.

Nach Thiemanns Auskunft rechneten Niedersachsens Einzelhändler mit guten Geschäften am dritten Adventswochenende. „Wir sind ganz optimistisch. Das Wetter ist händlerfreundlich: nicht zu glatt und nicht zu kühl“, sagte er am Sonnabendmittag.

Orkantief Xaver habe die Umsätze rund um den Nikolaustag zwar belastet, doch die Prognose für das diesjährige Jahresendgeschäft zwischen Harz und Küste stehe weiter: acht Milliarden Euro für die Monate November und Dezember. Das wäre ein kleines Plus gegenüber dem Vorjahr. „Noch sind wir da optimistisch, noch ist das durchaus möglich“, sagte Thiemann.

Wie in den Vorjahren sei das Weihnachtsgeschäft gerade für die Handelssegmente Spielwaren, Bücher, Parfümerie und Bekleidung die wichtigste Phase des ganzen Jahres und entscheide über Wohl und Weh. So machen Spielwarenhändler fast 30 Prozent, Buchhändler rund ein Viertel ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres.