Spohle - Die Effizienz im Futterbau weiter optimieren, konsequentes Kostenmanagement betreiben und strengere Umwelt- und Sozialstandards einkalkulieren: Diese Empfehlungen standen jetzt im Mittelpunkt der Vorträge des von der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen organisierten 65. Grünlandtags für Milcherzeuger in Spohle (Ammerland).
„Die Milchmarktkrise hat uns allen die Risiken niedriger Marktpreise sowohl auf dem Weltmarkt als auch auf dem Inlandsmarkt klar vor Augen geführt“, sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje vor 350 Besuchern. „Der lange Zeitraum unzureichender Preise hat deutlich gemacht, dass alle Investitionen und alle Kostenpositionen gegenwärtig und künftig viel intensiver zu durchleuchten sind.“
Er mahnte, auch die Anforderungen aus der Gesellschaft im Blick zu haben. So müssten die Systeme im Futterbau weiter optimiert und umweltschädigende Emissionen reduziert werden. „Von uns wird zunehmend erwartet, eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben“, sagte Schwetje.
Franz Jansen-Minßen, Leiter der Düngebehörde der LWK, rief mit Blick auf die Weiterentwicklung des Futterbaus zu einem offensiven, faktenbasierten Dialog mit der Gesellschaft auf. „Der Erfolg oder Misserfolg der Betriebe zeigt sich künftig zunehmend an objektiv messbaren Umwelt- und Sozialstandards.“
Gekürt wurden auf der Veranstaltung auch die Gewinner des Landes-Silagewettbewerbs. Die ersten Plätze sicherten sich Uwe Hollwedel aus Affinghausen (Kreis Diepholz), Georg Harms aus Saterland (Kreis Cloppenburg) und Hans-Peter Detjen aus Wohnste (Kreis Rotenburg).
