Bad Zwischenahn - Freunde des Pedersen-Rades – rund 100 aus allen Teilen Deutschlands und aus westeuropäischen Nachbarländern – treffen sich an diesem Wochenende zum 15. Norddeutschen Pedersen-Treffen in Bad Zwischenahn. Zum Programm der drei Tage am Meer – Start und Ziel aller Aktivitäten ist bei der Zwischenahner Bildungs- und Freizeitstätte der Arbeitnehmerkammer Bremen, Zum Rosenteich 26 – gehören gemeinsame Ausfahrten durch die in voller Blüte stehende Rhododendronpracht des Ammerlandes, zu Sehenswürdigkeiten und zu besonderen Menschen der Region.
Am Anfang war der Sattel: Um ihn herum konstruierte der dänische Landmaschinen-Ingenieur und Erfinder Mikael Pedersen (1855-1929) einen Fahrradrahmen. 1893 ließ er sich seine Erfindung in England patentieren. Bis 1922 wurden kaum 8000 Pedersen-Räder produziert, dann geriet die geniale Erfindung in Vergessenheit – bis 1978 ein Schmied im Kopenhagener Freistaat Christiania, Jesper Sølling, auf diese ungewöhnliche Fahrradkonstruktion stieß, mit der Neuproduktion begann und so eine der ungewöhnlichsten Entwicklungen der Fahrradgeschichte wieder aufblühen ließ. Heute gibt es in aller Welt Freunde der „Hängematte“, wie sie von ihren Besitzern liebevoll genannt wird.
Für die Gäste ist unter anderem ein Besuch im neuen Boßelmuseum in Specken geplant, ferner steht ein Ausflug zum Theater Laboratorium in Oldenburg an – gezeigt wird dort „Des Kaisers neue Kleider“ – und nicht zuletzt werden die zum Teil weit gereisten Teilnehmer mit der Besichtigung der Baumschule Bruns einen der tragenden Wirtschaftszweige des Ammerlandes kennen lernen.
