Wildeshausen - Kunst im öffentlichen Raum: So lautete das Thema der Montags-Radtour des SPD-Ortsverbandes Wildeshausen. Eingeladen worden waren die Parteimitglieder von Elgin Garde, Tochter des Wildeshauser Künstlers und ehemaligen Ratsmitgliedes Henry Garde. Unter anderem hatte der Künstler eine Skulptur mit dem Namen „Vorwärts, voran“ für die Nordwestdeutsche Siedlungsgesellschaft entworfen.
Doch genau diese Skulptur, die seit 1974 an der Visbeker Straße steht, ist in einem bemitleidenswerten Zustand. Die Farbe blättert ab und Rost macht sich breit. Außerdem ist die Skulptur kaum zu sehen, da vor Ort wachsende Bäume und Büsche die Sicht darauf erheblich erschweren.
Ein Zustand, den sowohl Elgin Garde als auch die SPD-Radler nicht für annehmbar halten. Eine Restaurierung sei notwendig, so die einstimmige Meinung in der Besuchergruppe. Wünschenswert sei zudem eine Standortverlegung.
So könnte das Kunstwerk zwecks einer besseren Wahrnehmung beispielsweise einige Meter nach vorne in Richtung Visbeker Straße verlegt werden. „Wie wäre es wenn wir in Wildeshausen die Kreisel an der Visbeker Straße mit Kunstwerken verschönern würden“, lautete ein weiterer Vorschlag, der aus der SPD-Gruppe geäußert wurde.
Eine weitere Station auf der Suche nach „Henry-Garde-Kunst“ bildete die Bergstraße. Hier sollte die Skulptur „Wir tragen die Erde, wir bauen darauf“ auf einem Rasen zwischen den Mehrfamilienhäusern begutachtet werden. Zumindest was davon noch übrig war: Denn alles was noch zu sehen war, war der Betonsockel. Die 4,5 Meter hohe Skulptur – eine Weltkugel, die von drei Figuren getragen wird – war nicht mehr da. Eine Anwohnerin berichtete schließlich den Besuchern, dass die Statue vor rund 15 Jahren abgebaut worden war, da die Häuser ihren Besitzer gewechselt hatten.
Gefreut haben sich an der Bergstraße über den Besuch jedoch einige Kinder, die in den dort liegenden Mehrfamilienhäusern wohnen.
