Oldenburg - Über den Erfolg oder Misserfolg von Begegnungen – privat und auch im Beruf – entscheidet in starkem Maße die Körpersprache. Sie ist anfangs für die Wirkung auf andere viel wichtiger als das gesprochene Wort. Die ersten Bruchteile von Sekunden entscheiden, ob man jemand als sympathisch oder nicht empfindet. Das machte die Psychologin und Körpersprache-Expertin Monika Matschnig am Montagabend bei einem Vortrag in der Reihe „NWZ-Impulse“ deutlich. Im voll besetzten Kinosaal 7 des Oldenburger Cinemaxx lud sie das Publikum stimmungsvoll zum Mitmachen ein, um einige Grundregeln zu lernen – etwa für das gefürchtete Sprechen vor Publikum.

Dazu gehört laut Matschnig eine gute Einstellung mit positiven Gedanken („Was Sie denken, das strahlen sie auch aus“), stets eine gewisse Körperspannung (aufrecht, Brustkorb mit Atmung geöffnet), die Selbstbewusstsein ausstrahlt, ein Lächeln (mit hochgezogenen Mundwinkeln) und gerader Kopfhaltung (das vermittelt Kompetenz). Eine gute Körperhaltung bekomme man schon hin, indem man sich vorstelle, eine Erbse mit den Po-Backen festhalten zu müssen.

Die aus Graz stammende und bei München lebende Expertin riet auch zum Einsatz der Arme (aber stets von unten nach oben, nie unterhalb der Hüfte), zum Verharren in einigen Posen (damit die Geste hängenbleibt) und zum Stillhalten der Hände (sonst sieht es wie Fuchtelei aus), die auch keinesfalls in die Tasche gehörten (das wirkt arrogant). Und: Hände weg vom Gesicht! Das strahle meist Unsicherheit aus.

Auch mit Berührungen könne man viel erreichen. Diese dürften bei Begegnungen allerdings nur Hand, Unter- und Oberarm gelten.

Generell riet Matschnig dem begeisterten Publikum, bei Kontakten zu anderen „genauer hinzuschauen“. Der Körper sage die Wahrheit. Das gelte dagegen nicht immer für das gesprochene Wort.


Als nächsten Referent sieht das Programm von „NWZ-Impulse“ am 28. April den Motivationstrainer und Olympia-Medaillengewinner Edgar Itt vor.