Elsfleth/Oldenburg - Vorsichtig optimistisch äußert sich Stefan Bendrien vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) auf Nachfrage der NWZ zur neuen Busverbindung von Oberhammelwarden nach Oldenburg. Er könne noch keine aussagekräftigen Zahlen nennen, weil die Linienänderung der 460 einfach noch zu frisch sei, sagt Bendrien.
Der Bus fährt seit dem 4. August von Oberhammelwarden bis nach Oldenburg. Montag bis Freitag gibt es drei Abfahrten ab Oberhammelwarden. An Schultagen gibt es zusätzliche Fahrten. Probeweise fuhr der Bus diese Fahrten auch in den Herbstferien.
Eine erste Erhebung von Fahrgastzahlen habe ergeben, dass auch in dieser Zeit fünf bis acht Fahrgäste pro Fahrt die Linie 460 im Elsflether Raum genutzt haben. „Das hört sich erstmal wenig an, aber wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich noch gar nicht alle wissen, dass diese Linie fährt, ist das schon ganz überraschend“, sagt Bendrien.
Auch die Deutsche Bahn, zu der Anbieter Weser-Ems-Bus gehört, zeigt sich zufrieden. „Wir können jetzt schon sagen, dass die Fahrgastzahlen besser sind als vor der Änderung der Linienführung“, freut sich Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst.
Die Linie 460 fuhr ursprünglich von Oldenburg nach Großenmeer. Da aber vor allem in Elsfleth vermehrt der Wunsch nach einer direkten Verbindung nach Oldenburg geäußert wurde, Zugfahrgäste müssen in Hude umsteigen, entschied man sich schließlich, die Streckenführung dahingehend zu ändern, erklärt Bendrien.
Nun fährt der Bus von Oldenburg kommend an der Kreuzung Bardenfleth/Nordermoor nicht weiter geradeaus, sondern knickt nach Elsfleth ab, so dass auch Fünfhausen und verschiedene Haltestellen im Stadtgebiet, Lienen und Oberhammelwarden bedient werden.
Etwa nach einem Jahr solle eine erste Bilanz gezogen werden, sagt Bendrien. Nun seien die Fahrgäste gefragt, denn je mehr Menschen mitfahren, desto größere Chancen hat die Linie, mit der aktuellen Streckenführung bestehen zu bleiben. Der jetzige Vertrag läuft laut Deutscher Bahn bis Sommer 2018. Wenn die Linie gut angenommen wird, kann sich Bendrien sogar noch verschiedene Erweiterungen vorstellen.
Bürgermeisterin Traute von der Kammer freut sich über die Direktverbindung nach Oldenburg. „Das war uns schon lange ein Anliegen“, sagt sie. Erste Gespräche dazu seien bereits ein Jahr zuvor geführt worden, erinnert sich von der Kammer. Richtig Fahrt aufgenommen hätten die Planungen aber erst, als klar wurde, dass die Anbindung zwischen Brake und Oberhammelwarden eingestellt werden sollte. Diesen Umstand hatte die Stadt zum Anlass genommen, neue Gespräche zu führen.
