Jever - Sie sollten für Touristen eine Art „Lichtermeile“ zwischen Neuer Straße und Kirchplatz bilden, doch die Lampen Lampen meistens finster: 2007 wurden im Rahmen der Sanierung des Kirchplatzes Lichtpunkte ins Pflaster des Kirchplatzes und der Kleinen Rosmarinstraße eingelassen. Auch die Anlieger wurden dafür von der Stadt zur Kasse gebeten.

Läuft man nun die Strecke mit den Lichtpunkten ab, sticht die große Anzahl defekter Leuchten ins Auge. Wie jetzt eine Nachfrage der NWZ  ergab, gibt es bereits seit der Erstverlegung der rund 30 Lichter Probleme. „Die Lampen mussten bereits viermal komplett ausgetauscht werden, dazu kamen noch viele weitere einzelne defekte Leuchten“, sagt Hans-Wilhelm Schaus vom Bauamt der Stadt Jever. „Das ist mehr als ärgerlich“, so Schaus.

Die Gründe sind vielfältig: „Es gab vor allem Probleme mit Feuchtigkeit“, sagt Schaus. Kurios: Einige der Lampen versagten erst ihren Dienst, begannen dann aber ohne Reparatur wieder zu leuchten.

Ein weiteres Problem ist die Aufwicklung der Kabel. Diese waren wohl anfänglich nicht stramm genug aufgewickelt – laut Hersteller seien die Anschlüsse deshalb wohl feucht geworden, was zu Ausfällen geführt habe.

Die Kabel seien inzwischen gestrafft worden – dennoch gibt es weiter Probleme. Immerhin: Aufkommen muss die Stadt für den Schaden nicht. Laut Schaus laufen die Reparaturen über die Gewährleistungspflicht des Herstellers.


Zahlen musste die Stadt nur einmal: „Vor einigen Jahren wurden in der Kleinen Rosmarinstraße sämtliche Lampen gestohlen“, erzählt Schaus. Die Anzeige gegen Unbekannt brachte keinen Erfolg, rund 130 Euro kostet eine Lampe – ohne Einbau.

Ziel ist, noch in diesem Jahr alle Lichtpunkte zu reparieren, einen Zeitplan gibt es nicht. Schaus: „Bislang gab es da mit dem Hersteller aber keine Probleme.