• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Auf Online-Händler warten zahlreiche Änderungen

08.05.2014

Oldenburg Am 13. Juni tritt europaweit ein neues Verbraucherschutzrecht der EU in Kraft. Alle Unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen im Internet anbieten, müssen sich dann auf eine ganze Reihe neuer Vorschriften einstellen.

Was die Unternehmer in der Region ab Sommer genau erwartet, darüber informierte die Industrie- und Handelskammer Oldenburg (IHK) ihre Mitglieder am Mittwochvormittag im Rahmen einer Veranstaltung im IHK-Gebäude in Oldenburg. „Die neue Richtlinie gilt nur bei Geschäften zwischen Kaufmann und Verbraucher, nicht etwa bei Geschäften mit Großhändlern“, erklärte Rechtsanwalt Hajo Brumund aus der Oldenburger Kanzlei RBO Lechner & Partner, der die wichtigsten Änderungen vorstellte.

So müssen die Händler künftig ihre Identität zweifelsfrei benennen. Neben den üblichen Daten wie Anschrift oder Registernummer muss nach der neuen Richtlinie nun auch die Telefonnummer immer angegeben werden. „Sie muss beispielsweise auch in der Widerrufsbelehrung auftauchen“, erklärte Brumund. „Auch wenn man für Dritte tätig ist.“ Darüber hinaus müssen die Gesamtkosten transparent sein, etwa beim Abschluss eines Abos. Weiterhin muss der Kunde auch einen präzisen Lieferzeitraum für seine bestellte Ware erhalten. „Wenn ich angebe, die Ware wird zwischen dem 1. und dem 5. geliefert ist das ok. Wenn ich sage, irgendwann zwischen dem 1. und dem 14. könnte das problematisch sein“, so der Rechtsanwalt.

Änderungen gibt es auch beim Widerrufsrecht. „Ein Widerruf ist nicht mehr ewig möglich. Es gibt eine maximale Frist von einem Jahr sowie 14 Tage ab Warenlieferung“, sagte Hajo Brumund. Ebenso sei ein Widerruf durch Rückgabe nicht mehr möglich. „Das Muster einer Widerrufserklärung muss bereitgehalten werden.“ Auch ein mündlicher Widerruf sei möglich. Anrufe zu Vertragsinhalten dürften nicht an eine kostenpflichtige Telefonnummer gebunden sein. Auch extragebühren für kostenpflichtige Zahlungsmittel dürfen künftig nicht mehr verlangt werden.

Ein Problem sieht Brumund bei der Umsetzung. „Die Änderungen müssen ab 13. Juni um 0 Uhr umgesetzt sein, sonst können Abmahnungen drohen. Am Tag vorher gelten noch die alten Regeln.“

Jonas Schönrock
Barßel
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.