Osternburg - Die Ratsfraktion der Grünen möchte das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ in der Donnerschwee-Kaserne fortsetzen. Dafür seien umfassende Gespräche mit den Beteiligten zu führen. „Um das Mehrgenerationenhaus für Oldenburg zu erhalten, geht es zum einen um eine Trägerschaft und zum anderen um einen geeigneten Ort“, schreibt Grünenratsfrau Rita Schilling.
Das Mehrgenerationenhaus „Sieben Eichen“ an der Cloppenburger Straße 9 wird zum Ende des Jahres geschlossen. (die NWZ berichtete). Die evangelische Kirchengemeinde Osternburg hat das Haus und das Grundstück verkauft. Mit dem Erlös wird das Jochen-Klepper-Haus saniert und ausgebaut. Der Kirchengemeinderat sieht keinen Bedarf mehr für das Mehrgenerationenhaus, weil im Umfeld entsprechende soziale Angebote geschaffen worden seien.
Die Stadtverwaltung solle zudem mit dem jetzigen Träger des Mehrgenerationenhauses Gespräche führen, um dafür zu sorgen, dass die Bereiche, die in Osternburg fest verankert sind, wie zum Beispiel die Nachbarschaftshilfe und die niedrigschwellige Demenzberatung und -betreuung, nicht beendet werden müssen. Es wäre ein großer Verlust für die soziale Landschaft in Oldenburg, wenn die Arbeit des Mehrgenerationenhauses beendet würde, schreiben die Grünen weiter. Dieses Projekt, mit Bundesmitteln und Zuschüssen vom Land Niedersachsen und der Stadt Oldenburg gefördert, liefe noch weiter bis Ende 2016.
Nach Informationen der Grünen ist eine Verstetigung der Finanzierung durch den Bund (verankert im Koalitionsvertrag und Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung mit den Ländern) beschlossen. Hinsichtlich des demografischen Wandels würden Angebote wie z.B. das Mehrgenerationenhaus in Oldenburg notwendiger denn je sein.
Der „Aktionsplan Inklusion“ sowie das „Bürgerforum Demografie“ beinhalteten Forderungen nach Orten der Begegnung, zum Austausch, zum Aktivsein und zur gegenseitigen Unterstützung, um ein selbstbestimmtes Leben mit gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.
