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Auf zwei Wegen zur Kundgebung

Zum 1. Mai organisieren die Gewerkschaften ihre traditionelle Kundgebung auf dem Rathausplatz. Dazu Bernd Bischoff (55) von der DGB-Bildungsvereinigung Arbeit und Leben.

FRAGE:

Unzählige Partys stehen für den 1. Mai im Veranstaltungskalender. Wie will der DGB da die Aufmerksamkeit auf den „Tag der Arbeit“ lenken?

BISCHOFF

: In Oldenburg gehen wir in diesem Jahr gleich von zwei Richtungen aus zur Kundgebung auf dem Rathausmarkt. Zu Fuß geht es vom DGB-Haus in der Kaiserstraße aus los. Und mit dem Fahrrad starten wir an der Universität. Ich hoffe, dass wir mit unseren Themen viele Menschen zum Mitgehen bewegen können.

FRAGE:

Was ist denn der inhaltliche Schwerpunkt der Demonstrationen?

BISCHOFF

: „Das ist das Mindeste! Faire Löhne – Gute Arbeit – Soziale Sicherheit“ ist unser Motto. Wir wollen also erstens, dass für gleiche Arbeit gleiches Geld bezahlt wird – und zwar vom ersten Tag an. Wir sind gegen Leiharbeit und prekäre Beschäftigung. Zweitens fordern wir gute Arbeit, das heißt Arbeit, die auch sicher ist. Was wir derzeit an Aufweichung des Arbeitsrechts erleben, lehnen wir ab. Das dritte Thema betrifft die Frage nach Mindestlohn.

FRAGE:

Sie fordern die Einführung eines Mindestlohns. Warum?

BISCHOFF

: Es kann nicht sein, dass jemand, der Woche für Woche durcharbeitet, am Monatsende zum Amt gehen muss, um sein Gehalt aufstocken zu lassen. Man muss von seinem eigenen Lohn leben können – und zwar ohne Unterstützung durch die Kommune.

FRAGE:

Das sind alles keine neuen Themen der Gewerkschaften. Wie wollen Sie Ihrem Protest Gehör verschaffen?

BISCHOFF

: Wir müssen wieder mehr Menschen in Gewerkschaften organisieren. Demonstrationen in der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass wenn alle Angestellten eines Betriebes zusammenhalten, sie ihre Ziele erreichen können. Unser Ziel ist also, mehr Menschen zu gewinnen.

FRAGE:

Mit welchen Aktionen wollen Sie junge Menschen für die Kundgebung gewinnen?

BISCHOFF

: Zum einem gibt es am Vorabend wieder das Konzert „Rock gegen Rechts“. Vor allem aber hoffen wir mit der Fahrrad-Demonstration, Jüngere zu erreichen. Startpunkt ist die Universität. Dort wollen wir die Studenten abholen. Mit den Klingeln können sie ordentlich Alarm schlagen.
Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin
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