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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Flugzeugbau: Aufregender Flug in die Zukunft

14.01.2012

HAMBURG Überquellende Auftragsbücher bei Airbus, gefährdete Großaufträge bei der Rüstungssparte Cassidian: Zum Jahresstart des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS liegen Licht und Schatten nah beieinander. Zugleich muss der Konzern einen Umbau seiner deutsch-französischen Eigentümerstruktur erdulden, und an der Konzernspitze sorgt ein umfangreiches Stühlerücken für Spannung. Das bedeutet viel Gesprächsstoff bei der EADS/Airbus-Neujahrskonferenz am kommenden Dienstag (17. Januar) im Hamburger Airbus-Werk.

Dort dürfte die Konzernspitze um Louis Gallois und Thomas (Tom) Enders jedoch erst einmal auskosten, dass Airbus seinen Erzrivalen Boeing im vergangenen Jahr vor sich hergetrieben hat. Für Airbus war 2011 mit rund 1500 Aufträgen nicht nur ein Rekordjahr, sondern auch das Jahr der Spritsparer. Als Airbus Ende 2010 seinen Kassenschlager A320 in der „neo“-Version mit sparsameren Triebwerken und neu gestalteten Flügeln anbot, traf das Management um Enders voll ins Schwarze. Fast 1200 Festaufträge für die drei A320neo-Varianten sammelte Airbus alleine bis November ein – die exakten Daten werden Dienstag in Hamburg verkündet.

Gleiches gilt für die Zahl der Auslieferungen. Erwartet werden etwa 530 Auslieferungen (2010: 510) – Boeing kam nur auf 477 Exemplare.

Arbeitsplätze stehen auch deshalb bei Airbus nicht auf dem Spiel. Im Gegenteil: 2011 hat der Flugzeugbauer rund 4000 Mitarbeiter eingestellt, 2012 sind nach Insider-Informationen weitere Neueinstellungen geplant. Denn man fährt die Produktion hoch.

Allerdings fehlen Ingenieure. Mit Spannung wird erwartet, ob der Zeitplan für den neuen Langstreckenflieger A350 gehalten wird. Ähnlich wie Konkurrent Boeing bei seiner 787 „Dreamliner“ setzt Airbus bei der A350 auf Kohlefaser-Verbundstoffe.

Im laufenden Jahr steht neben dem Wechsel an der Spitze von EADS und Airbus Daimlers weiterer Rückzug an. Daimler will sich von 7,5 Prozent trennen, die staatliche KfW Bankengruppe soll neuer Eigentümer werden.

Zugleich wird es ein großes deutsch-französisches Stühlerücken geben: Mitte des Jahres wird aller Voraussicht nach Enders (53) als Nachfolger des scheidenden EADS-Chefs Louis Gallois (67) antreten. An die Airbus-Spitze soll dem Vernehmen nach der Franzose Fabrice Brégier (50) rücken. Um das zwischen Paris und Berlin ausgehandelte Gleichgewicht zu wahren, soll dann Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber seinen Platz an der Spitze des EADS-Verwaltungsrates frei machen, damit ihm EADS-Großaktionär Arnaud Lagardère nachfolgen kann.

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Im Rüstungsgeschäft drohen dem EADS-Konzern unterdessen wichtige Großaufträge verloren zu gehen: Die Bundesregierung will laut einem internen Schreiben die Bestellung der Eurofighter-Kampflugzeuge und des europäischen Militär-Transportflugzeugs Airbus A400M zusammenstreichen, auch Aufträge für die Kampfhubschrauber Tiger und NH-90 stehen offenbar auf der Kippe.

Viele Fragen also. Antworten werden am Dienstag aus Hamburg erwartet.

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