AUGUSTFEHN II - Gerade mal gut drei Jahre jung ist die Vereinigung, die bereits eine Reihe von erfolgreichen Aktionen vorweisen kann: der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Lengener Moor, gegründet 2006, hat 80 rührige Mitglieder, die vielseitige Interessen aus Großmutters Zeiten verfolgen.

„Unser historischer Erntetag, jeweils im August, hat sich im Nu zu einem Selbstläufer entwickelt“, ist Stefan Uffen, Vorsitzender des Vereins, zu Recht stolz. Von weit her seien die Besucher gekommen, um zu sehen, wie früher Kartoffeln gerodet, Getreide gemäht oder auch Wäsche gewaschen, Wolle verarbeitet oder Seife hergestellt wurden. Ein harmonisches Miteinander von Vereinsmitgliedern und Verein sowie Vielseitigkeit in der Präsentation seien ein Erfolgsrezept.

Inzwischen haben sich im Verein verschiedene Gruppen, wie der Spinnkreis, der Chronikkreis und seit kurzem auch die Oldtimerfreunde, das sogenannte Moorvolk, organisiert. Der Chronikkreis beispielsweise befasst sich mit dem weiträumigen Gebiet Apen-Lengenermoor-Augustfehn-Ihausen-Uplengen und darüber hinaus.

Dem Moorvolk gehören etwa 25 Freunde alter Traktoren an, die sich kürzlich im Gewerbegebiet Augustfehn II trafen. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern und Freunden alter Traktoren fanden interessante „Diesel-Gespräche“ statt.

Hermann Bruns war mit seinem „Allgaier“ aus dem Jahre 1951, 22 PS Verdampfer, gekommen. Mit seinem 35-PS-starken Fendt, Baujahr 1969, war Gerhard Fahrenholtz aus Augustfehn III dabei.


„Den habe ich in Stapelermoor gekauft, einige Verschleißteile ausgetauscht, aber der Motor läuft wie eine Eins“, sagt der 81-Jährige lachend. Auch Oliver Schwarz aus Ihausen war mit seinem 25 PS Lanz-Bulldog, Baujahr 1941, vor Ort – „doch für weite Strecken ist der Trecker mit 16 Kilometer pro Stunde zu langsam“, meint der Ihauser.

Die Oldtimerfreunde, die größtenteils aus dem Bereich Augustfehn-Ihausen, aber auch aus Ostfriesland, kommen, verbindet die Leidenschaft historischer Traktoren. Für dieses Jahr plant das Moorvolk zum ersten Treffen, etwa im April, nach Bohlenbergerfeld zu fahren. Weitere Treffen in Klauhörn oder Jübberde sowie natürlich beim historischen Erntetag in Augustfehn stehen auf dem Programm.