AUGUSTFEHN III - „Eenmal in’e Week – mondags or fredags – weer Waschdag, denn ging dat rund in’e Waschkök“: Moderator Philipp Störmer hat zwar diese Zeiten selbst nicht miterlebt, dazu ist er viel zu jung, dennoch kennt er sich bestens aus in der „Guten alten Zeit“. Gertrud Reiners und Agnes Töbermann machen es vor: zuerst die Wäsche im Bottich im dampfenden Wasserbad mit Wäschestampfer und Riesenholzlöffel vorsäubern, dann am Waschbrett schrubben, in klarem Wasser spülen und ab an die Leine, ehe die alte Bügelmaschine ihren Einsatz hat.

Solche und weitere Vorführungen gab es für die Besucher des dritten „Historischen Erntetags“ vom Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Lengener Moor auf dem Hof von Hermann Bruns, Augustfehn III, zu sehen. „Das Wäschewaschen zeigen wir zum ersten Mal“, so Vorsitzender Stefan Uffen. Mit Abwechslung und Vielseitigkeit wolle man die Attraktivität des „Historischen Erntetags“ steigern. Es gebe zwar stets Vorführungen wie Kartoffelroden oder Kornmähen, doch auch immer wieder „neue Arbeitsgänge aus Großmutters Zeiten“. Uffen lobte in diesem Zusammenhang das Miteinander: „Jeder hilft mit, das Programm abwechslungsreich zu gestalten.“

Und so konnten die Besucher sehen, wie Wolle verarbeitet, Körbe geflochten oder Seife hergestellt wurde. Eine Oldtimerausstellung mit etwa 50 Traktoren, teilweise mit landwirtschaftlichen Gerätschaften, gab es ebenfalls.

Allemal bot der dritte Erntetag des Vereins eine spannende Zeitreise in das vergangene Jahrhundert. Alle Hände voll zu tun hatten die Frauen bei der Kuchenausgabe und gut schmecken ließen sich die Gäste ebenso „Buchweizen Jan-Hinnerk“ und die anderen Leckereien. Die Kinder hatten ihren Spaß bei vielen Mitmach-Angeboten.

Für ihr bevorstehendes Erntefest haben Mitglieder des Ortsbürgervereins Augustfehn-Stahlwerk die Erntekrone gebunden.