AUGUSTFEHN - Keno ist ein wenig skeptisch. Schüchtern beäugt der Vierjährige das Frettchen „Strolch“. Schließlich kann er sich doch zu einer Streicheleinheit für das pelzige Männchen durchringen. Der lässt sich das gefallen und auch Keno bereut nicht, all seinen Mut zusammengenommen zu haben. Auch wenn er meint: „Unsere Katze zu Hause ist noch weicher.“

Insgesamt 33 kleine Tierliebhaber von den Kindergärten in Apen und Augustfehn waren in das Azurit Pflegezentrum nach Augustfehn gekommen, um zusammen mit den Bewohnern exotische Arten einmal hautnah zu erleben. Der „Rollende Zoo“ der Familie Tränkler aus Unna hatte am Donnerstag in der Einrichtung Halt gemacht.

Keinerlei Berührungsängste zeigte Dietrich Kramer. Der rüstige Azurit-Bewohner hob sofort den Finger, wenn es darum ging, wer gern mit den Tieren auf Tuchfühlung wollte. Welche Art ihm am besten gefallen habe, könne er eigentlich gar nicht sagen. „Die waren alle toll“, viel sein Fazit durchweg positiv aus.

Dabei waren nicht alle der tierischen Gäste so flauschig wie die Kapuziner-Äffchen „Benito“ und „Pepe“ oder „Strolch“ und Artgenossin „Susi“. Wesentlich kahler und glitschiger waren etwa die mitgebrachten Schlangen oder das Baby-Krokodil. Nicht unbedingt zum Anfassen lud außerdem das Stachelschwein ein, dass sich aber bereitwillig füttern ließ – was sich einige Unerschrockene auch trauten. Etwas reservierter waren die Kinder und Pflegeheim-Bewohner auch bei den beiden Stinktieren „Coco“ und „Chanel“ – die sich entgegen einzelner Befürchtungen aber vorbildlich verhielten und keine ihrer berüchtigten Düfte verbreiteten.

Ähnlich nervös wie Keno war hingegen Schildkröte „Paulchen“. Dem hatten der Rummel offenbar auf die Blase geschlagen. Zoo-Leiterin Ninja Tränkler hatte aber gleich ein Papiertuch parat und beseitigte die peinliche Panne in Form einer kleinen Pfütze auf dem Boden. Es waren gerade Momente wie diese, die den Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis für Jung und Alt machten.